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Abschied vom Brüsseler Geldsegen

Podiumsdiskussion mit Bankern und Unternehmern.
Podiumsdiskussion mit Bankern und Unternehmern. FOTO: Martin Küper
Königs Wusterhausen ". Letzte Chance für Unternehmer." Mit dieser Ansage startete Moderator Gerhard Janßen am Donnerstagabend in die Infoveranstaltung "Investitions- und Innovationsförderung im Land Brandenburg". Martin Küper

Dazu hatte das sogenannte Forum Mittelstand ins Wildauer Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) geladen.

"Bis 2020 werden die Europäische Union und das Land Brandenburg nochmal eine satte Milliarde Euro an Fördergeldern verteilen", erklärte Janßen, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald seinen etwa 50 Gästen aus der regionalen Wirtschaft. "Das ist für die Firmen die Gelegenheit, nochmal große Projekte auf den Weg zu bringen." Tatsächlich dürfte die jüngst begonnene Förderperiode die letzte sein, in der die EU den ostdeutschen Bundesländern wirtschaftlich noch einmal stark unter die Arme greift.

Für welche Firmen eine Förderung in Frage kommt und welche Kriterien sie erfüllen müssen, war Gegenstand des Vortrags von Kristian Kreyes von der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Schnell wurde klar: Für einen Förderantrag braucht man gute Beratung und viel Zeit - auch wenn das bürokratische Prozedere für die neue Förderperiode vereinfacht wurde, wie Landesbanker Kristian Kreyes hervorhob. Aber der Abend sollte schließlich nur einen Überblick bieten und ansonsten Banker und Unternehmer zusammenbringen.

Dazu war später bei Häppchen und Wein die Gelegenheit, erst stand aber noch die Podiumsdiskussion auf dem Programm. Dabei berichtete zum Beispiel Matthias Herter, wie seine Mittenwalder Firma UGS mithilfe der Wirtschaftsförderung ein neues Verfahren zum Bohren von unterirdischen Gasspeichern entwickelt hat. Projekte wie dieses stehen auch in der neuen Förderperiode im Mittelpunkt - Forschung und Entwicklung voranzutreiben ist das erklärte Ziel. Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass ein Förderantrag nur sinnvoll ist, wenn ein Projekt auch ohne Förderung wirtschaftlichen Erfolg verspricht.

Zum Abschluss wollte Gerhard Janßen wissen, ob die Wirtschaft im Landkreis bis 2020 stark genug sei, auch ohne die üppigen Fördermittel der EU auszukommen. Darin zeigten sich Banker und Unternehmer gleichermaßen optimistisch, wenngleich sich niemand explizit gegen ein paar Extra-Millionen aus Brüssel aussprach. Am Donnerstag, 17. September, lädt das Forum Mittelstand wieder ins TGZ ein: Dann geht es um das Thema "LDS auf Wachstumskurs".