| 02:52 Uhr

Abfallentsorgungsverband blickt nach Lauchhammer

Lübben. Die Aufgaben des Kommunalen Abfallentsorgungsverbandes Niederlausitz (KAEV) könnten künftig von den beiden deutlich größeren Nachbarverbänden wahrgenommen werden. Dazu gehört auch der Abfallentsorgungsverband (AEV) Schwarze Elster mit Sitz in Lauchhammer. Ingvil Schirling

Im LDS-Kreistag in Lübben soll am heutigen Mittwoch über die Pläne informiert werden.

Hintergrund ist hauptsächlich, dass der Niederlausitz-Abfallentsorgungsverband mit seinen insgesamt 85 000 Einwohnern in Teilen von Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz zu klein ist, um langfristig die Abfallentsorgung effizient und Gebühren stabil zu halten. Die Nachbarverbände, der Südbrandenburgische Abfallzweckverband SABZV (Nord LDS- und Teile von Teltow-Fläming) und der Abfallentsorgungsverband (AEV) Schwarze Elster (Elbe-Elster und Teile von OSL), sind mit 273 000 beziehungsweise 185 000 Einwohnern deutlich größer. Diskutiert wird, ob der LDS-Teil des KAEV in den SBAZV eingegliedert werden könnte, der OSL-Teil in den AEV. Erste Informationen dazu gab es in der vergangenen Woche in der Verbandsversammlung des SBAZV.

RUNDSCHAU-Informationen zufolge geht es unter anderem um eine bessere Auslastung der bestehenden Anlagen wie etwa der Deponie in Radensdorf. Die Betriebsstätte in Lübben soll erhalten bleiben. Bis die Pläne umsetzbar sind, wird allerdings noch eine Menge Papier beschrieben werden müssen. Zu regeln sind die genaue Vermögensaufteilung sowie Vereinbarungen zur Personalübernahme. Den gegenwärtigen Plänen zufolge sollen alle bisher beim KAEV bestehenden Beschäftigungsverhältnisse unter Wahrung des arbeitsrechtlichen Besitzstandes fortgesetzt werden. Nicht verlängert würde der bestehende Entsorgungsvertrag zwischen KAEV und Alba Lausitz GmbH. Wer diese Leistungen künftig übernimmt, hätten im Falle des Falles SBAZV und AEV zu entscheiden.

Als Starttermin für die Arbeit in den neuen Strukturen wird der 1. Januar 2017 genannt.