Doch da es sich um Planungen handelt, die unabhängig von Grundstückseigentumsverhältnissen zu sehen sind, kam er damit nicht durch. Nur Fragen, in denen es ums Eigentum ging, verlagerte er in den zweiten Teil der Sitzung.
Dass die Altstadt-Rahmenplanung (beschlossen 1993, inhaltlich fortgeschrieben 1999) überhaupt zur Diskussion steht, hat mit deren weiteren Fortschreibung zu tun, erläuterte Bauamtsleiter Bernd Neumann. So hätten sich deutlich veränderte Entwicklungsziele in wichtigen Bereichen (Marktplatz/Rathausstandort und im Bereich Bebauungsplan „Innenstadt“ ) ergeben.
Inzwischen sei, so geht aus der Vorlage hervor, die Neugestaltung des Marktplatzes entschieden, auch die Entwicklungsziele im Bereich Parkplatz Am kleinen Hain sowie Parkplatz Lohmühlengasse seien modifiziert worden und müssten in die Rahmenplanung aufgenommen werden.
Ein Blick auf das Kartenmaterial, ergänzt durch Erklärungen von Stadtplanerin Brunhilde Hamann, machte diese Veränderungen nachvollziehbar deutlich. Unter anderem wurde darauf hingewiesen, dass durch den Abriss eines Gebäudes in der Lohmühlengasse die Möglichkeit der Parkplatzerweiterung gegeben sei.
Neumann erklärte dazu auf Anfrage von Boellert, dass es zwar noch keine konkreten Planungen für die Fläche gebe, wohl aber Überlegungen, die einen Mix aus weiteren Stellplätzen und städtischem Grün vorsähen. „Wir müssen später darüber nachdenken, wie viel Grün und wie viel Parken wir wollen.“ Zurzeit bleibe es Grünfläche, „bis der Brückenbau mal fertig ist“ . Neumann grenzte den Zeitpunkt ein: „Even tuell können wir uns 2007 Gedanken machen.“
Dass bei der Fortschreibung des Planes im Norden eine Wohnerweiterung aufgenommen wurde, empfand nicht jeder als glückliche Lösung. In der Erläuterung dazu hieß es, dass nur „bei großem Druck darauf zurückgegriffen werden soll“ . Als langfristig zu sehende Überlegung müsse auch ins Auge gefasst werden, die Feuerwehr aus der Innenstadt zu nehmen. Wobei Bernd Neumann daran erinnerte, dass die Stadt in der Vergangenheit zu viel investiert habe, als dass eine Umsiedlung „in den nächsten zehn bis 20 Jahren“ realisierbar sei.
Dass man mit dem Rahmenplan noch nicht wirklich etwas erreiche, außer, dass Vorstellungen verdeutlich würden, erläuterte noch einmal der Bauamtschef. Er müsse erst mal mit Bebauungsplänen untersetzt werden, sagte er. Zwar gab es schließlich Zustimmung zum Rahmenplan, wenngleich auch Bedenken geäußert wurden, weil vielleicht doch etwas zu viel Verkehr in die Innenstadt geholt werde. (km)