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| 18:27 Uhr

770 Stufen, volle Montur, 10:40 Minuten

Lübbener Stairrunner: Phillip Mooser und Anja Hartmann fünftbestes Team
Lübbener Stairrunner: Phillip Mooser und Anja Hartmann fünftbestes Team FOTO: Knut Bönigk
Lübben. In der noch jungen Feuerwehrsport-Disziplin des Treppenlaufs haben sich Lübbener und Dahme-Spreewälder am Wochenende in Berlin bewiesen. Robert Penka und Martin Lehmann aus Königs Wusterhausen schnitten als bestes deutsches Team ab. Die Lübbener Phillip Mooser und Anja Hartmann wurden in ihrer Klasse fünfte. Ingvil Schirling

678 Teilnehmer aus zehn Ländern in 339 Zweier-Teams - und die Dahme-Spreewälder ganz vorne mit dabei. 21 Teams aus dem Landkreis waren angetreten, die 39 Etagen und 770 Stufen - rund 110 Höhenmeter - des Berliner Park-Inn-Hotels am Alexanderplatz zu bezwingen. "Die Bilanz kann sich sehen lassen", so Thomas Lemmler vom Team-LDS. Zwei Duos landeten unter den ersten 20 aus mehr als 260 Teams in der Wertung des internationalen Feuerwehr-Treffens.

Mit kompletter Schutzausrüstung und angeschlossenem Atemschutzgerät gingen die Feuerwehrleute in drei Wettkampfklassen an den Start: Mix, Youngster und Oldies.

Am erfolgreichsten waren Robert Penka und Martin Lehmann von der Feuerwehr Königs Wusterhausen, informieren Sebastian Groba und Daniel Brost vom Kreisfeuerwehrverband. Sie erreichten bei den "Youngstern" den vierten Platz in einer Zeit von 6:38 Minuten und wurden damit bestes deutsches Feuerwehr-Team.

Marko Berenz und Thomas Kuba von den Wehren aus Zeuthen/Miersdorf und Schulzendorf waren ganze 29 Sekunden langsamer und landeten auf Platz zwölf, waren somit unter den Deutschen ebenfalls ganz vorne mit dabei.

In der Klasse "Mix" holten Anja Hartmann und Phillip Mooser aus Lübben den fünften Platz mit einer Zeit von 10:40 Minuten. Die "Oldies" Hagen Mooser und Ingo Pietsch aus Lübben waren 44 Sekunden schneller und erreichten in ihrer Klasse den 20. Platz.

Der Gesamtsieg ging an die Titelverteidiger aus Polen von der Feuerwehr Krakau, in einer Zeit von 6:17 Minuten, ganze 21 Sekunden schneller als die Königs Wusterhausener. Ihre erreichte Zeit im Vorjahr, ergänzt der Kreisfeuerwehrverband, betrug 5:46 Minuten.

In Lübben ist nach dem ersten Jubel bereits die Selbstkritik eingezogen. "Wir waren ein bisschen enttäuscht", sagt Hagen Mooser über seinen 20. Platz, der in der Gesamtwertung unter 339 Teams der 147. war. "Wir wollten eigentlich eine halbe Minuten schneller sein", bekennt er. Ihm zufolge wären auch Phillip Mooser und Anja Hartmann gerne unter zehn Minuten geblieben. Nun aber schauen die Feuerwehrsportler aus Lübben nach vorne. Anfang Juni wollen sie bei der Europameisterschaft der TFA ( Toughest Firefighter Alive - Härteste Feuerwehrleute der Welt) mitmischen. Da müssen nicht nur Treppen, sondern auch andere schwierige Aufgaben bewältigt werden.

Christian Liebe, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Dahme-Spreewald, war jedenfalls beeindruckt. "Mir soll nochmal einer sagen, dass diese seit einigen Jahren etablierte Sportart kein Feuerwehrsport ist. Ich unterstütze es, diese junge Sportart auch bei uns im LDS-Kreis weiter zu fördern", sagte er.

Zum Thema:
Die 21 Teams aus dem Landkreis Dahme-Spreewald kommen aus den Feuerwehren Groß Köris, Königs Wusterhausen, Lübben, Schenkendorf/Krummensee, Schulzendorf, Wildau, Zeuthen und Zeuthen/Miersdorf. Alle Teilnehmer, die die Aussichtsplattform des Hotels erreichten, erhielten direkt im Zielbereich eine Medaille.