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| 02:41 Uhr

46 Mal von Herzen "Danke"

Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter würdigte das Diakonische Werk Lübben am Mittwochabend mit einer herzlichen Feier. Sie bringen sich in den Bereichen Pflege, dem Migrationsfachdienst und dem Patenschafts-Projekt für Flüchtlingsfamilien ein.
Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter würdigte das Diakonische Werk Lübben am Mittwochabend mit einer herzlichen Feier. Sie bringen sich in den Bereichen Pflege, dem Migrationsfachdienst und dem Patenschafts-Projekt für Flüchtlingsfamilien ein. FOTO: Ingvil Schirling
Lübben. Warme Atmosphäre und viel Herzlichkeit – das zeichnet den Ehrenamtsempfang des Diakonischen Werkes in Lübben aus. Auch am Mittwoch gab es rote Wangen, Lachen und ein Kaleidoskop der Reichweite ehrenamtlichen Engagements, wie es bunter kaum hätte sein können. Ingvil Schirling

"Schön, dass wir Dich haben", "Wir wünschen uns, dass Du weiterhin kommst", "Du bist immer schnellen Schrittes unterwegs, lustig und fröhlich", "Du bist der Mann, der alles zusammenbauen kann", "wenn alles getan ist, hast Du immer noch ein liebes Wort für jeden" - so hört sich Wertschätzung an. 46 Varianten dieser und anderer Sätze hörten engagierte Lübbener und Lübbenerinnen sowie Einwohner aus dem Umland aus den Mündern von Birgit Kaselow, Bärbel Blume und anderen Mitarbeiterinnen der Diakonie. Regionalleiterin ist seit vergangenen Sommer Heike Kötter. Neun ehrenamtliche Helfer aus dem Bereich der Pflege, 22 aus dem Migrationsfachdienst und weitere 15 aus dem Projekt "Paten-t" (Patenschaften für Flüchtlingsfamilien) erhielten ein Dankeschön von Herzen, eine Würdigung ihrer Arbeit und Geschenke.

Das Thema Herz nahm sich Superintendent Thomas Köhler in der Andacht vor. Die christliche Jahreslosung ("Gott Spricht: Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben") verband er mit Wilhelm Hauffs Märchen "Das steinerne Herz". Er verdeutlichte sehr anschaulich den Appell, das Herz zu öffnen, um Not, Hilfesuchen und Bedürfnisse der Mitmenschen erkennen und auch selbst Freude empfinden zu können.

LDS-Sozialdezernent Carsten Saß (CDU) knüpfte mit Blick in die Runde an: "Sie sind der Beweis dafür, wie man auf sein Herz hört, um sein Glück zu finden." Viele Anwesende seien auch auf anderen Gebieten engagiert. In seinen Dank schloss er ihre Angehörigen und Familien ein, die diese Leistungen wiederum durch ihre Unterstützung ermöglichen.

Charmanten Dank von Bundes- und Landesebene brachte Sylvia Lehmann mit. Die SPD-Landtagsabgeordnete kandidiert für die Bundestagswahl im September. Sie überreichte jedem Gewürdigten eine Rose mit einem keinen SPD-Aufkleber am Stiel. In ihrer Rede betonte sie: "Ohne Ehrenamtler wäre die Gesellschaft sehr viel ärmer. Sie sind einfach wichtig mit dem, was sie leisten." Eine sehr große Bewährungsprobe des vergangenen Jahres, spielte sie auf die Ankunft und Integration geflüchteter Menschen an, sei dank des hohen ehrenamtlichen Engagements relativ gut bestanden worden. Auch wenn Ehrenamt neben Freude manchmal auch Frust mit sich bringe, appellierte sie an die Anwesenden, "nicht mutlos zu werden, sondern dennoch weiter zum machen."

Wie groß die Bandbreite dessen ist, was die 46 Männer und Frauen leisten, machte anschließend die kurze Vorstellung der Gewürdigten von Seiten der Diakonie deutlich. So erfuhren die Anwesenden auch voneinander und hörten, was andere machen, die sich in ähnlichen Bereichen engagieren: ob in der Familienhilfe oder als Übersetzer, Betreuung von Seniorenkreis und Spätaussiedlern, Hilfe bei der Vorbereitung von Festen, Management in der Küche der Tagespflege, Bingo-Spiel als Höhepunkt des Nachmittags, Blümchen auf dem Hof der Diakonie, Pflege der Wellensittiche, die ihrerseits für gute Laune zwitschern, Unterstützung in der Kleiderkammer, Hilfe bei den Ämtern und vieles mehr.

Besonders bemerkenswert waren zwei weitere Dinge: Es engagieren sich ebenso Töchter und Söhne der Ehrenamtlichen, indem sie beispielsweise mit den Kindern von Flüchtlingsfamilien Kontakt aufnehmen, damit ihre Mütter mit den Eltern in Ruhe sprechen können. Umgekehrt bringen sich auch junge und ältere Flüchtlinge, Männer und Frauen, mit ins Ehrenamts-Leben ein.

Zum Thema:
Der Migrationsfachdienst ehrte: Tatjana Süss, Vladimir Knorr, Ira Hass, Marion Noack, Olga Hoffmann, Dashaeva Iman, Rostand Koyem, Dr. Christine Wolff, Olga Wagner, Inaya El-Manasri, Thea Ewald, Erna Kovaleva, Frau Kaiser, Regina Risk, Ramia Al-Numeiri, Mohammed Haddad, Juman Taha, Nele Schulz, Valentina Reichert, Anas Tabakha, Eyad Khaliva und Galina Forot. Im Projekt "Paten-t" wurden gewürdigt Ramadan Asanovic, Gertrud Schmidt, Julia Fregen, Christian Duda, Katharina und Colin Neitzel, Sabine Schuke, Rosemarie, Ines und Sophie Margraf, Elena und Erich Forot, Abdurachman und Mahmoud Al Hamidi, Ali Mahmoud. Die Tagespflege dankte Ute Gärich, Brigitte Sommer, Doris Rudolph, Angela Döscher, Olivia Mengel, Carola Kossatz, Bärbel Basler, Simone Zimmermann und Andrea Mehnert.