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| 10:00 Uhr

Ein Toter bei Wohnhausbrand in Lübben
34 Mieter haben vorerst keine Wohnung mehr

Ein Toter bei Wohnhausbrand in Lübben FOTO: stadtverwaltung Lübben
Lübben. Seit den frühen Morgenstunden war ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungskräften in der Schillerstraße 12 in Lübben im Einsatz, weil in einem mehrgeschossigen Haus ein Brand ausgebrochen ist. Für einen Mann kam jede Hilfe zu spät. Von Frank Hilbert und Andreas Staindl

Das Feuer in der Lübbener Schillerstraße ist gelöscht. Dort war in der Nacht in der Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses ein Brand ausgebrochen. Der Mieter kam dabei ums Leben, 34 Personen mussten das Gebäude verlassen.

„Die Mieter wurden nachts von der benachbarten Spreewaldklinik aufgenommen und werden derzeit dort versorgt. Bürgermeister Lars Kolan ist mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Lübbener Wohnungsbaugesellschaft (LWG) vor Ort, um zu klären, wo die Menschen in den nächsten Tagen unterkommen. Einige gehen zu Angehörigen, für einige werden freie Wohnungen oder Ferienwohnungen gesucht“, heißt es in einer Mitteilung des Rathauses.

Zehn bis zwölf Wohnungen des Aufganges Nr. 12 sowie des Nachbaraufgangs seien in Mitleidenschaft gezogen worden, denn das Löschwasser laufe aus dem Dachgeschoss nach unten. Die LWG als Eigentümer habe die Brandwache übernommen. Ein Generalunternehmer kümmere sich derweil um die Aufnahme des Schadens und um den Kontakt zur Versicherung.

 Mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen war die Feuerwehr in Lübben vor Ort.
Mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen war die Feuerwehr in Lübben vor Ort. FOTO: Sabrina Kriofsky

Lars Kolan dankt der Spreewaldklinik für die unkomplizierte und schnelle Hilfe sowie den rund 85 Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Johannitern. Die Feuerwehren aus Lübben, Luckau, Schönwalde und Freiwalde waren gegen 2.30 Uhr alarmiert worden – insgesamt waren 70 Kameraden im Einsatz.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lübben/Stadt waren auch am Freitagvormittag noch vor Ort. Sie haben verhindert, dass der Brand durch Glutnester wieder aufflammt. Dazu sind die Feuerwehrleute mit der Hubrettungs- und -arbeitsbühne Bronto-Skylift über das Dach des Wohnblocks gehoben worden. Um sich ein genaues Bild zu machen, wurden zahlreiche Dachziegel entfernt. Die Dachbalken ragen ins Freie, die angrenzende Dachgaube ist durch die Flammen gezeichnet. Die Ursache des Brands in dem Mehrfamilienhaus stand gestern Vormittag noch nicht fest.