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| 02:50 Uhr

16 Chöre singen in Straupitz

Die vereinigten Chöre Straupitz und Burg unter der Leitung von Wilfried Weber erfreuen die Besucher in der Schinkel-Kirche.
Die vereinigten Chöre Straupitz und Burg unter der Leitung von Wilfried Weber erfreuen die Besucher in der Schinkel-Kirche. FOTO: J. Harnath/jhh1
Straupitz. Trotz anders lautender Vorhersagen hatte Petrus ein Einsehen und am Samstag für bestes Frühlingswetter in der Spreewaldgemeinde Straupitz gesorgt. Dort fand zum ersten Mal das Chorfest des Sängerkreises Königswusterhausen statt. 1991 gegründet, führt der Dachverband der Chöre des Landkreises Dahme-Spreewald alle zwei Jahre ein solches Sängertreffen durch. Jürgen Harnath / jhh1

Zum Sängerkreis gehören derzeit insgesamt 16 Chöre mit rund 600 Sängerinnen und Sängern sowie über 80 fördernde Mitglieder. Fanden die Chorfeste in der Vergangenheit im Wesentlichen in Hallen und Sälen statt, wollte man es in diesem Jahr im Freien versuchen. Im Vorstand des Sängerkreises entschied man sich mehrheitlich für Straupitz.

"Straupitz bietet eine herrliche Lage und ist ein touristischer Magnet. Zugleich verfügt Straupitz mit Schinkel-Kirche, Holländermühle und Schlossensemble über bedeutende historische und vielfach kulturell genutzte Bauwerke. Straupitz ist also ein idealer Ort, um Kulturschaffende und Kulturgenießende sowie Touristen und Einheimische zusammenzubringen. Außerdem wollten wir wieder einmal in die Spreewaldregion, um zu zeigen, dass wir uns für den südlichen Teil des Landkreises genauso verantwortlich fühlen wie für den Rand Berlins", sagte Peter Schneider, Vorsitzender des Sängerkreises. Er dankte auch für die große Unterstützung, die dem Sängerkreis bei der Vorbereitung von allen Seiten entgegen gebracht wurde.

So trafen sich am Samstag die 16 Chöre des Sängerkreises in Straupitz, um am verschiedenen touristischen Orten der Gemeinde in open air zu singen. So an der Holländermühle, am historischen Speicher oder dem Hafen. Auch bei den für die Chöre organisierten Kahnfahrten wurde natürlich kräftig gesungen. Das zahlreich erschienene Publikum dankte an allen Auftrittsorten mit herzlichem Applaus, und es wurden immer wieder Zugaben verlangt.

Ein Reisegruppe aus Leverkusen auf dem Weg nach Burg hatte nach der Besichtigung der Holländermühle ihren Stopp in Straupitz um eine gute halbe Stunde verlängert, um den Auftritt des Männergesangsvereins Bestensee 1923 mitzuerleben. Was den Terminplan des Reiseveranstalters ordentlich durcheinander brachte. "Ich habe in meiner Heimat schon mehrere Chortreffen erlebt, aber das hier in Straupitz, in dieser Umgebung, ist einmalig", so Bernhard Borkowski aus Leverkusen.

Aber auch für die mitwirkenden Sängerinnen und Sänger gab es viele neue Eindrücke, die sie mit nach Hause nehmen konnten. "Man sucht ja immer wieder nach neuen Orten in Brandenburg, die es lohnen, besucht zu werden. Sei es für die eigene Familie oder für Verwandte und Bekannte. Straupitz ist ein Ort mit großem touristischem Potenzial, und ich werde ihn in jedem Fall weiterempfehlen", sagte Matthias Höppe vom Männergesangsverein Bestensee.

Höhepunkt des Chorfestes war dann am Nachmittag das gemeinsame Konzert aller Chöre in der Schinkel-Kirche Straupitz. Die Chöre präsentierten Ausschnitte aus ihren aktuellen Programmen. Es erklangen Volkslieder in traditioneller und moderner Bearbeitung ebenso wie Spirituals oder Kirchenlieder. Das Publikum in der gut gefüllten Kirche war begeistert. Das Sängerfest wird sicher nicht nur bei den Straupitzern noch lange nachhallen.