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| 15:59 Uhr

Jobmesse
Großes Interesse an Jobs im Landkreis Dahme-Spreewald

Bina Korinth (l.) berät die Besucher am Stand von Gemtec über Arbeits- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Firma.
Bina Korinth (l.) berät die Besucher am Stand von Gemtec über Arbeits- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Firma. FOTO: Irmscher / Irmscher Gerlinde
Königs Wusterhausen. 1300 Besucher informieren sich bei der Messe „Chance 2018“ im Oberstufenzentrum in Königs Wusterhausen über freie Arbeitsstellen.

Rund 35  000 Menschen pendeln täglich vom Landkreis Dahme-Spreewald aus zu ihren Arbeitsplätzen. Dass dies nicht so sein muss, zeigte am Samstag die größte Jobbörse in der Region – „Chance 2018“. Die Messe ist ein Gemeinschaftsprojekt der Agentur für Arbeit Cottbus, des Jobcenters Dahme-Spreewald und des Landkreises Dahme-Spreewald. Derzeit gibt es 1600 offene Arbeitsstellen im Landkreis, in ganz Südbrandenburg sind es mehr als 5000 offenen Stellen.

Für die Jobmesse haben rund 60 regionale Wirtschaftsunternehmen, Verbände und Institutionen in der Sporthalle des Oberstufenzentrums in der Königs Wusterhausener Brückenstraße ihre Arbeits- und Beratungsangebote vorgestellt. Die mehr als 1300 Messebesucher bekundeten an diesem Tag großes Interesse an Jobs im Landkreis. Das besondere Merkmal dieser Börse ist, dass sich Arbeitgeber und Arbeitssuchende von Angesicht zu Angesicht begegnen. Besonders in der aktuell zunehmend digitalen Welt ist das ein wichtiger Faktor.

Die Vertreter am gemeinsamen Messestand der Agentur für Arbeit und des Jobcenters konnten sich nicht über mangelnden Zuspruch beklagen. Bei den Arbeitsmarktexperten und Beratern fanden die Besucher Antwort auf alle Fragen zur Jobsuche. Hoch frequentiert waren auch die beiden Fachvorträge „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und „Rehabilitation – 2. Weg zurück auf den Arbeitsmarkt“.

Enrico Schulze aus Berlin möchte sich beruflich verändern und sah sich deshalb bei der Jobbörse um. „Ich bin überrascht über die Vielzahl der Angebote, aber auch über die vielen Besucher“, sagte er. Für ihn waren besonders die Angebote der Deutschen Bahn interessant.

Wenn ein Bild schlecht ist, dann sollte man es lieber weglassen, empfahl Rita Albrecht vom Arbeitgeberservice beim Bewerbungsmappen-Check. Dass es auf ein gutes Deckblatt ankommt und man den Lebenslauf „rückwärts“ schreibt, also bei der aktuellen Situation anfängt, waren nur einige der Tipps, die sie den Ratsuchenden mit auf den Weg gab.

Typberatung und Erstellung professioneller Bewerbungsfotos gehörten ebenso zum Thema Bewerbung. Dieses Angebot nutzte auch Julia Stiefel. Bevor es zum Bewerbungsfoto ging, ließ sie sich von Claudia Urban beraten und frisieren, um dann das perfekte Foto für die Bewerbungsmappe zu haben. Die Naturpädagogin ist nach vier Jahren Selbstständigkeit wieder auf Arbeitssuche. „Die Börse bietet mir gute Möglichkeiten, mich zu informieren, wie es auf dem Arbeitsmarkt aussieht“, sagte sie.

„Ich war überrascht von den qualitativ hochwertigen Gesprächen, die wir heute hier mit den Besuchern geführt haben“, freute sich Heiko Vesper von der Handwerkskammer Cottbus. Auch Sabine Janz von der Firma CTM Fahrzeugbau zeigte sich zufrieden. „Es gab eine ganze Menge gute Gespräche sowohl mit Leuten, die entsprechende Kenntnisse besitzen als auch mit Quereinsteigern. Das hätte ich nicht erwartet.“, sagt sie. Ähnlich war die Resonanz fast aller Aussteller.