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| 18:00 Uhr

Geldsegen
1,6 Millionen Euro fließen in die Radwegemodernisierung

  Die instandgesetzte Brücke am Lehnigksberg ist bereits im Sommer 2018 freigegeben worden, nun soll die östlich weiterführende, 120 Meter lange Holz-Beton-Konstruktion über den Nordumfluter modernisiert werden.
Die instandgesetzte Brücke am Lehnigksberg ist bereits im Sommer 2018 freigegeben worden, nun soll die östlich weiterführende, 120 Meter lange Holz-Beton-Konstruktion über den Nordumfluter modernisiert werden. FOTO: LR / Andreas Staindl
Luckau/Lübben. Landrat Loge übergibt symbolisch Förderbescheide an Lübben, Luckau und Heideblick.

In den Erhalt und die Erneuerung des Radwegenetzes im Landkreis Dahme-Spreewald wird in diesem Jahr weiter investiert. Landrat Stephan Loge hat dafür in dieser Woche symbolisch Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 1,6 Millionen Euro zur Modernisierung der Radwege an die Bürgermeister von Lübben, Luckau und Heideblick überreicht.

Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) des Brandenburger Wirtschaftsministeriums. Damit sollen langfristig überregionale touristische Radstrecken, wie der Gurkenradweg, Spreeradweg oder Dahme-Radweg sowie historische Stadtkernrouten oder der Fürst-Pückler-Radweg im Kreisgebiet auf Vordermann gebracht werden. Loge: „Das Radfahren ist eine wichtige Säule unseres Tourismus, weshalb wir als Voraussetzung für wachsenden Erfolg der Region weiter Geld für die Qualitätssteigerung der Radwege in die Hand nehmen wollen“.

 Die Rathaus-Chefs Gerald Lehmann, Frank Deutschmann und Vize-Bürgermeister Frank Neumann nahmen die Fördermittelbescheide dankend entgegen. Die Stadt Lübben erhält zirka 840 000 Euro zur Sanierung von zwei Brückenbauwerken zwischen dem Gurken- und Spreeradweg. Die instandgesetzte Brücke am Lehnigksberg ist bereits im Sommer 2018 freigegeben worden, nun soll die östlich weiterführende, 120 Meter lange Holz-Beton-Konstruktion über den Nordumfluter modernisiert werden. Heideblick wird einen zirka 1,8 Kilometer langen Abschnitt des Fürst-Pückler-Radwegs zwischen Riedebeck und Gehren neu befestigen. Dafür erhält die Gemeinde rund 360 000 Euro. Die Stadt Luckau hat vor, mit gut 370 000 Euro die knapp zwei Kilometer lange Strecke zwischen Bergen und Fürstlich-Drehna für den Radverkehr auszubauen.

Leer ausgegangen ist das Amt Lieberose/Oberspreewald. Dabei wäre auch in diesem Gebiet dringend Geld nötig. Amtsdirektor Bernd Boschan beschäftigen die Radwege schon länger. „Da werden wir nach wie vor stiefmütterlich behandelt“, sagt er gegenüber der RUNDSCHAU. Seit einiger Zeit schon bemängelt Boschan den für ihn unzureichenden Ausbau von straßenbegleitenden Radwegen in seinem Amtsgebiet. „Und man muss nach wie vor sagen, dass dort nichts passiert.“ Ein Vorwurf, der in erster Linie an das Land Brandenburg und den Landkreis Dahme-Spreewald adressiert ist.

Die Kreisverwaltung hatte die Fördermittel in Zusammenarbeit mit den Kommunen beim Land bereits vor zwei Jahren beantragt. Die Baumaßnahmen sind nun in Regie der Gemeinden und zuzüglich ihrer Eigenanteile von zehn Prozent bis 2021 umzusetzen.

 Der Landkreis Dahme-Spreewald unterstützt die Radwegemodernisierung in diesem Jahr zudem über den Kreisstrukturfonds. Aus dem Fonds fließen etwa 240 000 Euro in das Radwegeprojekt Wanninchen/Fürstlich Drehna und 72 000 Euro in den Ausbau des touristischen Verbindungsweges zwischen
Byhleguhre-Byhlen und Straupitz. Allein für den Unterhalt von LDS-Radwegen hat der Kreis im Vorjahr rund 160 000 Euro an Eigenmitteln aufgebracht.