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| 19:37 Uhr

Kommunalwahl in Golssen
Zwei wollen in Golßen die Karten neu mischen

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Golssen. Neben SPD und CDU drängen UBL und AfD an den Rathaustisch.

(be) In Golßen bewerben sich am Sonntag 35 Männer und Frauen auf vier Listen um die 16 Plätze im neuen Stadtparlament. Zwölf und damit die meisten Kandidaten schickt die Unabhängige Bürgerliste (UBL) ins Rennen, die bislang nicht am Rathaustisch saß. Ihr Frontmann ist Bürgermeisterkandidat Jens Kolan.

Für die SPD, die mit neun Sitzen im Parlament über eine komfortable Mehrheit verfügte, treten elf Bewerber an. Sie werden angeführt von Bürgermeisterkandidatin Daniela Maurer. Hartmut Laubisch, Jahrgang 1954, der aus Gesundheitsgründen das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters nicht erneut anstrebt, bewirbt sich jedoch wieder als Stadtverordneter.

Die CDU, die 2014 vier Sitze erkämpft hatte, will es ebenfalls wieder wissen. Neben dem Zahnarzt und langjährigen Stadtverordneten Dr. Michael Bock, Jahrgang 1954, auf Platz eins stehen sechs weitere Namen auf der Liste der Christdemokraten.

Neu in die Stadtverordnetenversammlung will die Alternative für Deutschland (AfD) einziehen. Bürgermeisterkandidat Vincent Fuchs auf Platz eins hat vier weitere Bewerber hinter sich, darunter Christoph Berndt, Kopf des asylkritischen Vereins „Zukunft Heimat“, welcher mit Demonstrationen in Cottbus überregional Schlagzeilen machte, die auch von bekannten Rechtsradikalen besucht wurden.

Die Linke, die vor fünf Jahren zwei Sitze auf sich vereinen konnte, stellt sich 2019 fürs Stadtparlament nicht zur Wahl.

Den jüngsten Kandidaten, Jahrgang 1989, hat die AfD in ihren Reihen, die beiden ältesten, Jahrgang 1948, treten an für UBL und SPD.

Die Sicherung des Schulstandortes durch Investitionen, der Ausbau der Bahntaktung sowie die Stärkung der digitalen Infrastruktur sind wichtige Schwerpunkte in den Wahlprogrammen.

Die UBL setzt sich darüber hinaus unter anderem für kostenfreies Schulessen ein, will die Festwiese im Park zur Freizeitanlage für Jugendliche machen, Jugendräume in den Ortsteilen schaffen und plädiert für die Wiedereinführung des Parkfestes als eigenes Stadtfest.

Für die SPD gehören die Belebung des Stadtzentrums, die Schaffung von Bauland und die Sanierung von Wohnraum oder auch barrierefreie Kreuzungsbereiche zu den Projekten. Durch gezielte Investitionen sollen die Ortsteile gestärkt werden.

Der CDU sind unter anderem Niederlassungsanreize für Ärzte wichtig, Sie engagiert sich außerdem für eine Begegnungsstätte für Jung und Alt mit Seniorenberatung, Sozialberatung und Hausaufgabenbetreuung unter einem Dach und will die Golßener durch Befragungen und Workshops in die Entwicklung ihrer Stadt einbeziehen.

Die AfD strebt unter anderem einen Runden Tisch von Gewerbe, Vereinen, Bürgern und Kommunalpolitik als Ideenschmiede zur Wiederbelebung der Innenstadt an und plädiert für ein modernes Vereinsgebäude auf dem Sportplatz am Bad mit Saal für die Bürger. Sie setzt sich für die Gehwegsanierung entlang der Neubauten an der Bahnhofstraße und für eine weitere Anbindung des Radweges Golßen-Zützen in Richtung Baruth und Luckau ein.

Weitere Wahl-Informationen zum Unterspreewald auf Seite 12.

(be)