ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:46 Uhr

Konzert
Wiener Spitzenmusiker begeistern in Luckau

An zwei Abenden begeisterten Volkhard Steude (Violine) und Prof. Andreas Rentsch (Klavier) die Musikfreunde in der Luckauer Kulturkirche.
An zwei Abenden begeisterten Volkhard Steude (Violine) und Prof. Andreas Rentsch (Klavier) die Musikfreunde in der Luckauer Kulturkirche. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. Zwei Konzertabende mit Volkhard Steude und Prof. Andreas Rentsch in der Kulturkirche. Von Birgit Keilbach

Ein weiteres Mal boten zwei hochkarätige Musiker den Klassikfreunden aus Luckau und der Region ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Volkhard Steude, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters, gastierte erneut in seiner Heimatstadt. Er löste sein Versprechen vom vergangenen Jahr ein und gab gemeinsam mit Prof. Andreas Rentsch am Flügel diesmal zwei Konzerte. Bereits am Donnerstagabend faszinierte das Duo mit seinem virtuosen Zusammenspiel die Musikfreunde im voll besetzten Klostersaal.

Die Karten waren auch für das zweite Konzert am Freitagabend innerhalb eines Tages ausverkauft, wie Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) erfreut feststellte. Die Kulturkirche habe sich in den vergangenen zehn Jahren als ein Ort vielfältiger kultureller Angebote etabliert, das werde im Juni mit einem Sommerfest gefeiert, kündigte der Verwaltungschef an. Luckau habe darüber hinaus viele weitere Höhepunkte im Kulturkalender. Noch nicht darin vermerkt sei eine Verdi-Opernaufführung unter freiem Himmel im Sommer im Klosterhof, „die haben wir erst vor wenigen Tagen festgemacht“, lenkte er die Aufmerksamkeit der Gäste auf ein weiteres zu erwartendes Kulturerlebnis in der Gartenstadt.

Am Donnerstagabend versetzen Volkhard Steude mit seiner Antonius Stradivarius von 1714 und Prof. Andreas Rentsch am Flügel ihre Zuhörer zunächst mit Violinsonaten von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert in eine entspannt-heitere Stimmung. Nach der Pause ließen sie mit dem Frühlingsstimmenwalzer und eindrucksvollen Interpretationen weiterer bekannter Kompositionen von Johann Strauß und Stücken von Fritz Kreisler die eisige Kälte vor den Mauern des Konzertsaals eine Zeitlang vergessen. Das Publikum applaudierte begeistert und dankbar für dieses besondere Konzerterlebnis und wurde mit zwei Zugaben belohnt. Fasziniert lauschten die Musikfreunde dem Adagietto aus der 5. Sinfonie von Gustav Mahler in der aus der Entstehungszeit datierenden Bearbeitung für Violine und Klavier durch Otto Wittenbecher, und danach einer von Fritz Kreisler bearbeiteten Fassung des Slawischen Tanzes Nr. 2 von Antonin Dvorak.

„Das war ein tolles Erlebnis und Volkhard Steude hat heute mit seiner Violine die Seelen seiner Zuhörer gestreichelt“, gab Dr. Waltraud Krjukow ihrem Empfinden nach dem Konzert Ausdruck. Sie sei von der virtuosen Kunst des Violinisten begeistert und habe ihn schon öfters erlebt, denn ihr Sohn sei mit Volkhard Steude befreundet. Daher habe sie sich auch aus Moritzburg bei Dresden auf den Weg gemacht, um ihn hier in Luckau zu erleben, ergänzte sie. Maya Vlahova erlebte die zwei Musiker zum zweiten Mal. „Voriges Jahr bekamen wir eine Empfehlung für dieses Konzert und das hat uns überzeugt. Es lohnt sich, Weltmusiker in solch einem Konzert zu erleben und wir freuen uns immer, wenn es solch ein Event in der Stadt gibt“, sagte die Luckauerin. Auch für Maria Brümmer, die seit Jahren den Kontakt zu ihrem ehemaligen Schüler Volkhard Steude hält, war es „ein wunderschöner Abend. Und es macht mir großen Spaß, die Konzerte mit ihm für Luckau, abgestimmt mit dem Bürgermeister, zu organisieren“, erklärte die Lehrerin im Ruhestand.

Volkhard Steude sprach den Luckauern „ein riesiges Lob aus, dass sie ein so großes Interesse an klassischer Musik haben.“ Damit jene, die für beide Konzertabende Karten gekauft hatten, auch zwei verschiedene Programme hören können, boten die Musiker am Freitagabend eine andere Auswahl von Sonaten für Violine und Klavier. „Das Publikum hier ist fantastisch und ich bin immer wieder begeistert von dem großen Interesse an der klassischen Musik“, resümierte Prof. Andreas Rentsch.