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Zwei kandidieren in Luckau

Luckau. Der Wahlausschuss hat die Zulassung von Amtsinhaber Gerald Lehmann (Liste FDP und UWG) und Herausforderer Olaf Schulze (CDU) bestätigt. Die Stimmzettel gehen jetzt in Druck. Ingrid Hoberg

Der Wahlausschuss der Stadt Luckau hat in öffentlicher Sitzung über die Zulassung der beiden vorliegenden Wahlvorschläge für die Bürgermeisterwahl beraten und beide Kandidaten bestätigt, wie Wahlleiterin Birgit Lehmann informiert. Weitere Bewerbungen waren nicht eingegangen. Amtsinhaber Gerald Lehmann, unterstützt von den Freien Demokraten (FDP) und der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), wird von Olaf Schulze (CDU) herausgefordert. Er ist leitender Polizeibeamter, ehrenamtlicher Ortsbürgermeister in Cahnsdorf und Kreistagsabgeordneter in Dahme-Spreewald.

Mit der Bestätigung der beiden Kandidaten können nun die Stimmzettel in Druck gehen. Und die Wahlbenachrichtigungskarten werden bis 3. September verschickt, teilt die Wahlleiterin mit. Dann können Bürger bei Bedarf einen Antrag auf Briefwahl stellen. "In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Briefwahl gestiegen - diesen Trend gibt es auch in Luckau", sagt Birgit Lehmann.

Angelaufen ist bereits die Benachrichtigung der Wahlhelfer. Von 208 Anfragen sind bis zum Montag 194 Rückmeldungen im Rathaus eingegangen. "Wer noch nicht geantwortet hat, bekommt von uns eine Erinnerung, bei Absagen werden nun Nachrücker angefragt", sagt die Wahlleiterin. Luckau hat einen Helfer-Pool, ein großer Teil bringt Erfahrungen von anderen Wahlen mit.

Währenddessen läuft schon der Wahlkampf an den Straßenrändern. Seit vergangener Woche darf plakatiert werden, die ersten Parteien haben davon gleich Gebrauch gemacht - und einige Plakate sind postwendend abgerissen worden, wie Leser am Rundschau-Telefon mitgeteilt haben. Wenn das so weitergehe, werde Luckau bald wie ein "Schlachtfeld" aussehen. Das Aufräumen bleibt dann meistens bei der Stadt "hängen".

Die Stadt Luckau hat in diesem Jahr Sondernutzungsgebührensatzung geändert, wonach für Wahlwerbung Gebühren in Höhe von 0,50 Euro je Plakat erhoben werden. Während die Luckauer Freien Demokraten mitteilen, dass sie diese Entscheidung unterstützen, haben sich andere Parteien vehement dagegen ausgesprochen (Rundschau berichtete). Die FDP unterstütze, dass mit den Gebühren im Sinne der Haushaltssicherung zusätzliche Einnahmen für die Stadt generiert werden, heißt es in einer Mitteilung der FDP Luckau.

"Wir haben als Not leidende Kommune alle Satzungen überprüft und angepasst", sagt Thomas Rohr, Kämmerer und stellvertretender Bürgermeister. Davon seien alle Steuerzahler betroffen - und nun erstmals auch die Politik. Gerald Lehmann, der als Amtsinhaber wieder für das Bürgermeisteramt kandidiert, habe die Gebühr bereits bezahlt, so Rohr.

Zum Thema:
Die Bürgermeisterwahl findet zum Termin der Bundestagswahl am Sonntag, 24. September, in Luckau statt. Der hauptamtliche Bürgermeister wird als Beamter auf Zeit für die Dauer von acht Jahren gewählt (Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz/Landesrecht). 2009 hatte sich Gerald Lehmann (FDP/UWG) in der Stichwahl gegen Wolfgang Luchmann (SPD) durchgesetzt. Im ersten Wahlgang waren damals insgesamt fünf Kandidaten angetreten, neben den beiden Genannten waren dies Olaf Schulze (CDU), Lutz Schando (Die Linke) und Manuela Kokott (NPD). Die Stadt Luckau hat am 24. September insgesamt 27 Wahllokale zu besetzen, darunter jeweils ein Briefwahllokal für die Bundestagwahl und für die Bürgermeisterwahl. Am Wählerverzeichnis wird gegenwärtig gearbeitet, Ende der Woche soll es vorliegen, so Wahlleiterin Birgit Lehmann.