| 02:42 Uhr

Zurück im Alltag

Nun ist die erste Woche im neuen Jahr schon wieder rum und der Alltag hat uns wieder. Alles nimmt seinen gewohnten Rhythmus auf: die Kinder gehen wieder zur Schule, die Dienststellen in den Behörden arbeiten wieder regulär, Firmen und Betriebe kehren nach den Feiertagen wieder zum "Normalzustand" zurück. Ihre Pfarrerin Kerstin Strauch (Luckau)

Doch was heißt schon "Normalzustand"? Wir merken immer wieder, wie zerbrechlich das Leben ist, wie schnell sich etwas ändern kann. Eine Krankheit, ein Unfall, ein unvorhergesehenes Ereignis - und auf einmal ist nichts mehr, wie es war. An Alltag kein Denken. Bei manch einem führen solche Vorstellungen zu Grübeleien, die den Alltag - auch wenn er gut läuft - schwer machen. Da liege ich abends im Bett und komme nicht zur Ruhe, weil mir so viele Gedanken im Kopf herumschwirren, vielleicht auch weil manche Sorge mich drückt.

Da tut es gut, innezuhalten und zu überlegen, was ich ändern kann und was eben nicht in meiner Hand liegt. So lautet ein berühmtes Gebet:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wer mit dieser Einstellung ins Neue Jahr geht, kann durchatmen und in den Alltag zurückkehren, in dem Bewusstsein: Das, was wir nicht ändern können, wird ein anderer tun und vollenden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein zufriedenes und gesegnetes Jahr 2017.