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| 15:19 Uhr

Jubiläum
Zum Silberjubiläum des TAZV ein Generationenvertrag

Fachlehrerin Jasmin Holzapfel,  Chiara  und Jannis von der Grundschule Schönwalde beim  Unterzeichnen des Generationenvertrages. 
Fachlehrerin Jasmin Holzapfel,  Chiara  und Jannis von der Grundschule Schönwalde beim  Unterzeichnen des Generationenvertrages.  FOTO: LR / Carmen Berg
Kasel-Golzig. Schönwalder Grundschüler übernehmen mit Projekt zum Kreislauf des Wassers symbolisch den Staffelstab.

Mit einem Tag der offenen Tür hat der Luckauer Trink- und Abwasserzweckverband (TAZV) am Freitag auf der Kläranlage in Kasel-Golzig sein 25-jähriges Bestehen begangen. Es sollte dort gefeiert werden, wo die Arbeit geleistet wird, erklärte Verbandsvorsteher Stefan Ladewig. Neben Vertretern aus der Politik, aus Mitgliedsgemeinden und Nachbarverbänden waren Mitarbeiter und Ehemalige beim Festakt dabei.

Schulklassen ließen sich bei Führungen erklären, wie eine Kläranlage funktioniert. Zahlreiche Stände boten Informationen rund um das Wasser und Abwasser an. An einem  waren eine Badewanne und ein Toilettenbecken aufgebaut. Kleine und große Besucher erfuhren, was mit dem Wasser passiert, wenn die Spülung gedrückt, der Stöpsel gezogen ist. Zu den weiteren Highlights gehörte eine Bar mit frisch gezapftem Trinkwasser aus dem Wasserwerk Schollen.

Die tägliche Versorgung der Menschen mit Trinkwasser und die Abwasserentsorgung sei die Aufgabe des Verbandes, die er „im Großen und Ganzen zur Zufriedenheit erfüllt“ habe, sagte Stefan Ladwig.

Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) ist neben Hartmut Laubisch (SPD) aus Golßen einer von zwei verbliebenen Aktiven aus dem Gründungsjahr des TAZV 1993. Er erinnerte daran, wie die Bürgermeister des Altskreises Luckau damals beschlossen, als Gemeinden die Wasserver- und die Abwasserentsorgung in die eigenen Hände zu nehmen. Die Gründung des TAZV sei nur konsequent, zugleich aber auch die Geburtsstunde einer Schicksalsgemeinsachaft gewesen, so Gerald Lehmann. Aus heutiger Sicht seien damals auch Fehler gemacht worden. „Aber wir haben daraus gelernt.“

Zum Verband gehören  zwölf Gemeinden mit rund 26 000 Einwohnern in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming und Elbe-Elster. Vier Wasserwerke liefern 1,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr. Die  Abwasserentsorgung erfolgt über neun Kläranlagen. Rund 4500 Haushalte sind ans zentrale Schmutzwassernetz angeschlossen, das entspricht einem Anschlussgrad von 61 Prozent.

Das verganene Jahrzehnt, in dem der Verband am Tropf des Schuldenmanagementfonds hing, sei das turbulenteste in seiner Geschichte gewesen, so Gerald Lehmann. 2003 hatte der TAZV mit 41 Millionen Euro den Höchststand an Verbindlichkeiten, im Jahr 2008, als die Dahme-Nuthe Wasser und Abwasserbetriebsgesellschaft (DNWAB) die Betriebsführung übernahm, waren es 36 Millionen Euro, die bis Ende 2017 auf 21 Millionen Euro gesenkt werden konnten. Dem stehen 83 Millionen Euro Vermögen gegenüber. Heute steht der Verband wirtschaftlich auf eigenen Füßen. Den Weg dahin nannte Gerald Lehmann „eine Rosskur“. Auch künftig müsse Wasser bezahlbar bleiben, das sei mit entscheidend über die Zugkraft der Region.

Verbandsvorsteher Ladewig betonte die Verantwortung für die kommenden Generationen. Symbolisch dafür unterzeichneten TAZV, Amt und Gemeinde mit Schülern der Grundschule Schönwalde einen Genrationenvertrag. Die Kinder werden sich in einem Projekt mit dem Thema „Wasser als Lebensraum“ befassen und in einem Jahr vorstellen, was daraus geworden ist.