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Naturschutz
„Zützener Moorwiesen“ sollen geschützt werden

Golßen. Der Hauptausschuss befürwortet das Vorhaben, Stadtverordnete entscheiden abschließend.

Das Naturschutzgebiet (NSG) „Zützener Moorwiesen“ (Unterspreewald) soll unter Schutz gestellt werden. Das Umweltministerium des Lands Brandenburg will damit den Erhalt und die Entwicklung des Gebiets sichern.

Die Stadt Golßen (Unterspreewald) ist mit Flurstücken (Gräben-und Wegeflächen) betroffen. Der Hauptausschuss der Kommune hat sich mit dem Verordnungsentwurf während seiner Sitzung kürzlich beschäftigt. Die stellvertretende Amtsdirektorin Michaela Schudek machte darauf aufmerksam, „dass allen klar sein muss, dass es in der Verordnung auch Verbote gibt“. Verboten ist beispielsweise, die bisherige Grundstücksnutzung zu ändern, das Gebiet außerhalb von Wegen außer zum Sammeln von Pilzen und Wildfrüchten zu betreten sowie Hunde frei laufen zu lassen.

22 Verbote gibt es insgesamt in der Verordnung. „Vieles erschließt sich jedoch von selbst, etwa, dass man Wege in einem Moorgebiet nicht verlässt“, sagt Golßens stellvertretende Bürgermeisterin Annett Schmidt (SPD). Sie sieht in den Verboten „kein Problem“. Zudem laut Verwaltung Planungen der Stadt Golßen nicht betroffen sind. Der Vorordnungsentwurf ist der erste Schritt innerhalb des Verfahrens der Unterschutzstellung der „Zützener Moorwiesen“ wie Michaela Schudek sagt: „Es werden noch viele weitere Schritte folgen, wahrscheinlich auch Info-Veranstaltungen.“ Die Vize-Amtsdirektorin sieht das Vorhaben des Lands Brandenburg positiv: „Moorwiesen sind doch etwas Schönes, weil ganz Seltenes, zudem kostbar für die Umwelt.“

Für Michael Bock (CDU) hört sich das Projekt „ganz sinnvoll an“. Christa Schmidt (SPD), Stadtverordnete und Zützens Ortsvorsteherin, sieht noch einen anderen Aspekt: „Zützen hätte durch die Unterschutzstellung der Moorwiesen wieder eine Attraktion.“

Das Naturschutzgebiet „Zützener Moorwiesen“ ist etwa 18 Hektar groß und umfasst Grundstücke in den Gemarkungen Zützen und Jetsch (Kasel-Golzig/Unterspreewald). Die Stadt Golßen ist als Träger öffentlicher Belange aufgefordert, eine Stellungnahme bis zum 23. Februar dieses Jahrs abzugeben. Die Stadtverordneten entscheiden über die Stellungnahme während ihrer nächsten Sitzung. Der Hauptausschuss hat das Vorhaben befürwortet.