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Exotisch
Vielstimmiges Zwitschern und Singen im Capitol

Eine farbenfrohe Ausstellung konnten die Besucher im Luckauer Capitol entdecken und dabei Erfahrung mit Züchtern austauschen.
Eine farbenfrohe Ausstellung konnten die Besucher im Luckauer Capitol entdecken und dabei Erfahrung mit Züchtern austauschen. FOTO: Birgit Keilbach / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Luckau. Ziergeflügel- und Exotenzüchter präsentierten prachtvolle Papageien, Kakadus und Großsittiche. Von Birgit Keilbach

Vielstimmiges Zwitschern, Pfeifen und Singen war am Wochenende im Luckauer Capitol zu hören; eine Geräuschkulisse wie im Tropenhaus eines Tierparks. Der Verein der Ziergeflügel-, Exoten- und Kanarienzüchter Luckau und Umgebung zeigte verschiedenste Vogelarten, die in tropischen und subtropischen Gefilden beheimatet sind.

In den liebevoll mit Herbstlaub dekorierten Volieren entdeckten Besucher Großsittiche, wie zum Beispiel den Pennantsittich mit leuchtend rot-blauem Gefieder, konnten Kakadus, Edelpapageien, Zwergaras, Ziertauben und Amazonen betrachten. Doch nicht nur die größeren Exemplare zogen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Auch die Agapornis, eine kleinere Papageienart, war in verschiedenen Farbschlägen zu entdecken. Die wohl am meisten in privater Haltung verbreiteten Kanarien und Wellen- sowie Nymphensittiche präsentierten sich ebenso als muntere und zwitscherfreudige Gesellen im Luckauer Capitol.  

Alle drei Jahre gestalte der Verein eine Ausstellung, „wie es unsere Satzung festschreibt“, sagte der Vorsitzende Günther Jank. Die gezeigten Vogelarten stammten überwiegend aus Australien, einige lebten wild in Südamerika und Afrika. Das Faszinierende sei für ihn die Farbe und Vielfalt der Vögel. Aufgabe der Züchter im Verein sei es, die Arten zu erhalten.

„Es leben heute von mancher Art mehr Vögel in menschlicher Obhut als in freier Natur“, erläuterte Günther Jank. Für bestimmte Arten würden Programme zur Arterhaltung aufgelegt, wie beispielsweise den Schwalbensittich. Dieser in Australien beheimatete Vogel stehe seit 2017 auf der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Arten. „Auch dort wird ihr Lebensraum immer stärker eingeschränkt“, denn die Vögel sind auf Eukalyptusbäume für ihre Bruthöhlen angewiesen.

Mit der Schau wolle der nur noch elf Mitglieder zählende Verein auch für dieses schöne Hobby werben, „denn wir würden gern einige jüngere Mitglieder aufnehmen, die sich der Zucht dieser prachtvollen Vögel widmen“, machte Günther Jank aufmerksam.