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Zeitgeschichte auf Briefmarken

Eine der Ausstellungstafeln, die Wilhelm K.H. Schmidt in seiner Wanderausstellung zur Verfügung stellt.
Eine der Ausstellungstafeln, die Wilhelm K.H. Schmidt in seiner Wanderausstellung zur Verfügung stellt. FOTO: Kreisverwaltung Teltow-Fläming
Wünsdorf. Die neue Sonderausstellung im Museum des Teltow im Zossener Ortsteil Wünsdorf. zeigt ab Sonnabend die Wanderausstellung "Verbundenheit bleibt ungeteilt".

(red/SvD) Der Premnitzer Wilhelm K. H. Schmidt hat auf 25 Bildtafeln etwa 150 Briefmarkenmotive aus der DDR und der Bundesrepublik zu unterschiedlichen Themen aus der Zeit der deutschen Teilung zwischen 1949 und 1989 zusammengetragen.

Mit dieser Gegenüberstellung möchte der Kurator zeigen, dass auch in jenen Jahren ein nationales Zusammengehörigkeitsgefühl existierte und dass die gemeinsamen Wurzeln beider Staaten trotz Teilung die deutsche Nation als Ganzes im Geiste zusammengehalten haben, sagt Teltow-Flämings Kreissprecherin Heike Lehmann.

In vielen Fällen hatten die Postverwaltungen beider deutscher Staaten die gleichen historischen Ereignisse oder Persönlichkeiten im Blick und würdigten diese mit der Herausgabe von Briefmarken. Das betraf große deutsche Künstler, wie Goethe und Schiller, den Maler Albrecht Dürer oder die Komponisten Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach. Thematisiert wurden ebenso andere Bereiche des nationalen Kulturerbes, Architektur-, Industrie- und Verkehrsgeschichte oder auch Märchen.

Die Schau dokumentiert andererseits auch die Differenzen beider Staaten auf politischem und ideologischem Gebiet. So wird der "deutsch-deutsche" Postkrieg thematisiert, in dem als provokativ oder staatsfeindlich empfundene Motive der jeweils anderen Seite zurückgeschickt oder durch Lack- und Farbauftrag oder Überklebemarken unkenntlich gemacht wurden.

Im Vordergrund der Ausstellung steht die Geschichte, nicht die Philatelie. Die Familie von Wilhelm K. H. Schmidt stammt übrigens aus Dahme/Mark. Lesern des Heimatjahrbuches für den Landkreis Teltow-Fläming mag er als mehrfacher Autor bekannt sein.

Vernissage und Eröffnung16. September, 14 Uhr. Das Museum in der Schulstraße 15 hat jeweils samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Unter Telefon 033702 66900 können andere Zeiten vereinbart werden.