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| 17:07 Uhr

„Naturphänomene“
Zehn Jahre „Natur zum Anfassen“ für Schulklassen

 Eine Tafel, die den Höllberghof als Projektpartner für „Natur zum Anfassen“ auszeichnet, überreichte Susanne Weiß (3.v.r.) von der enviaM an Jana Zurakowski (r.) und Martina Werner (2.v.r.). Michael Hauptvogel und Constanze Schild (v.l.) vom Naturerlebniszentrum Wanninchen werden die Exkursionstage im August durchführen.
Eine Tafel, die den Höllberghof als Projektpartner für „Natur zum Anfassen“ auszeichnet, überreichte Susanne Weiß (3.v.r.) von der enviaM an Jana Zurakowski (r.) und Martina Werner (2.v.r.). Michael Hauptvogel und Constanze Schild (v.l.) vom Naturerlebniszentrum Wanninchen werden die Exkursionstage im August durchführen. FOTO: Birgit Keilbach
Langengrassau. Freilichtmuseum Höllberghof als Partner des Umweltbildungsprojektes von enviaM und Mitgas geehrt. Von Birgit Keilbach

Warum hängen Fledermäuse verkehrt herum? Wie stark sind Ameisen? Warum machen Mücken Geräusche? Diesen und weiteren Fragen können Grundschüler zu Beginn des neuen Schuljahres ganz praktisch auf den Grund gehen. „Naturphänomene“ lautet das Thema der diesjährigen Exkursionstage unter dem Motto „Natur zum Anfassen“. Seit zehn Jahren engagieren sich die Energieversorger enviaM und Mitgas für dieses Umweltbildungsprojekt und ermöglichen kostenfreie Exkursionstage für Schulklassen in der Natur.

13 Naturhöfe in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind Projektpartner. Das Freilichtmuseum Höllberghof beteiligte sich als erster Naturhof in Brandenburg, informiert Susanne Weiß, in der Unternehmenskommunikation der zwei Energieversorger für die Umweltbildung zuständig. „Hier passiert genau das, was wir uns unter Umweltbildung vorstellen.“ Als Anerkennung überreichte sie am Montag eine Tafel, die demnächst am Kassenhäuschen des Höllberghofes zu entdecken sein wird.

Bis zu 400 Kinder aus Grundschulen im Umkreis von 50 Kilometern erleben hier jährlich einen spannenden Exkursionstag in der Natur, wie Jana Zurakowski informiert. Sie ist stellvertretende Geschäftsführerin des Fördervereins Naturpark Niederlausitzer Landrücken, der Träger des Freilichtmuseums ist. Gemeinsam mit der Naturwacht des Naturparks Niederlausitzer Landrücken und der Oberförsterei Luckau organisiert der Verein diese Projekttage.

Im Stationsbetrieb auf dem Hof, kombiniert mit einer Wanderung, erleben die Kinder Natur hautnah. Sie waren bereits dem Froschkönig auf der Spur und entdeckten beim Keschern in den Höllenbergen unter anderem Bachflohkrebse, Libellenlarven und Wasserkäfer. Das Leben der Bienen stand im vergangenen Jahr auf dem Programm. „Die Schüler kommen sehr gern hierher und fahren voller Erlebnisse wieder zurück“, sagt Höllberghof-Projektleiterin Martina Werner.

Weil die Projektfinanzierung für die Mitarbeiter auf dem Höllberghof Ende Juni ausläuft, hat der Förderverein jetzt die Heinz Sielmann Stiftung mit ihrem Naturerlebniszentrum in Wanninchen ins Boot geholt. Wildnispädagoge Michael Hauptvogel und Biologin Constanze Schild werden mit den Grundschülern im August den Naturphänomenen nachspüren.

Die Exkursionstage werden vom 12. August bis zum 6. September, jeweils von montags bis freitags stattfinden. „Der Tag auf dem Hof ist kostenfrei inklusive Mittagessen. An- und Abfahrt müssen die Schulen selbst organisieren und finanzieren“, sagt Mandy Werner, Projektbetreuerin der enviaM. Anmeldungen sind noch bis zum 7. Juni möglich. Das Formular sowie weitere Informationen sind unter: www.natur-zum-anfassen.de zu finden.