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| 02:59 Uhr

Zehn Gemeinden für Golßen und Unterspreewald

Lübben. Auf dem Weg zur Fusion sind die Ämter Golßener Land und Unterspreewald einen Schritt weiter: Das Innenministerium Brandenburgs hat grünes Licht für die Beibehaltung der zehn Gemeinden gegeben. Nun sollen zwei weitere Knackpunkte diskutiert werden: die Frage des Hauptsitzes und die des Namens. Ingvil Schirling

Man sieht Rainer Kleemann und Lars Kolan die Erleichterung an, die dieses Signal aus dem Innenministerium gebracht hat. Alle bisher sechs Unterspreewald-Gemeinden können damit so bleiben, wie sie sind, ebenso wie die vier Gemeinden des Golßener Landes. Die beiden obersten Vertreter der politischen Gremien in den Ämtern sehen sich damit auf ihrem Weg bestätigt. "Wir sind ein bisschen der Pilotfall in Brandenburg", fasst Kolan zusammen. Der Amtsausschussvorsitzende Golßener Land ergänzt anerkennend, dass den Golßenern und Unterspreewäldern für ihre Fragen zu diesem Punkt alle Türen offen stünden. Bei seinem jüngsten Besuch in Golßen - auf Einladung von Landtagsmitglied Sylvia Lehmann - habe Innenminister Dietmar Woidke (beide SPD) bestätigt, dass die Zahl der Gemeinden des künftigen fusionierten Amtes bei zehn bleiben kann - obwohl ansonsten eher die Zahl sechs angestrebt wird.

Zwei weitere Knackpunkte stehen allerdings noch zur Diskussion. Die Frage, welchen Hauptsitz das gemeinsame Amt haben soll, muss zügig geklärt werden. Ohnehin sollen einzelne Fachämter in Golßen beziehungsweise Schönwalde konzentriert werden mit Außenstellen im jeweils anderen Ort, damit alle Einwohner Ansprechpartner in erreichbarer Nähe haben. Zweiter möglicher Knackpunkt ist die Frage, wie das Amt künftig heißen soll. Rainer Kleemann, Amtsausschussvorsitzender im Unterspreewald, blickt zufrieden auf ein Treffen aller Bürgermeister in beiden Ämtern zurück, das im März stattgefunden hatte. In dieser Runde sollen voraussichtlich auch die Standortfrage und die Namensgebung diskutiert werden.

Auf die Fahnen geschrieben haben sich Kolan und er gleichermaßen, künftig noch besser über neueste Entwicklungen zu informieren. Neben den Einwohnern sollen vor allem auch die Mitarbeiter ständig auf dem Laufenden gehalten werden. Mit dem künftigen Zuschnitt ihrer Aufgaben beschäftigt sich derzeit eine Arbeitsgruppe unter Einbeziehung der Personalräte. Kleemann betont, dass am Ziel festgehalten wird, niemanden zu entlassen.

Eine weitere Arbeitsgruppe setzt sich aktuell mit der Software auseinander. Unterspreewald und Golßener Land benutzen unterschiedliche Computertechnik. Auch in diesem Punkt soll bald entschieden werden.