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Wolffkran bekennt sich zum Standort Luckau

Am Standort Luckau hat Wolffkran 120 feste Arbeitsplätze geschaffen. Weltweit beschäftigt der Turmdrehkran-Hersteller mit Hauptsitz in der Schweiz rund 500 Mitarbeiter.
Am Standort Luckau hat Wolffkran 120 feste Arbeitsplätze geschaffen. Weltweit beschäftigt der Turmdrehkran-Hersteller mit Hauptsitz in der Schweiz rund 500 Mitarbeiter. FOTO: Sarah Spitzl-Kirch
Luckau. Die Geschäftsführung von Wolffkran Luckau hat eine Lohnsteigerung in Gesamthöhe von 8 Prozent angekündigt, aufgesplittet auf zwei Jahre. Das teilt das Unternehmen in einer Presseinformation mit. Voraussetzung dafür sei die weiterhin konstruktive Zusammenarbeit von Mitarbeitern, Betriebsrat und Werksleitung, so das Unternehmen. red/bt

"Alle Versprechen der letzten Jahre haben wir eingehalten oder sogar übertroffen", sagt Geschäftsführer Ralph Frank. "Wir honorierten die Leistungen unserer Belegschaft seit 2013 mit mehreren Lohnerhöhungen, Einmalzahlungen in Höhe von 650 Euro pro Person, Sachleistungen, wie Benzingutscheinen, und Prämienzahlungen in Gesamthöhe von rund 135 000 Euro. 60 000 Euro davon als freiwillige Leistung des Unternehmens ohne bestehende Betriebsvereinbarung", betont Frank. "Gemeinsam haben wir ein im regionalen Vergleich konkurrenzfähiges und beachtliches Gesamtpaket geschnürt, das stetig erweitert wird", wertet der Geschäftsführer. Um der positiven Entwicklung Rechnung zu tragen, sei unabhängig von den Beschlüssen der IG Metall auf Bundesebene eine Lohnerhöhung in Höhe von insgesamt 8 Prozent in Planung. Dieses Vorhaben ist aufgeteilt auf 4,2 Prozent ab dem 1. Juli 2015 und 3,8 Prozent ab 1. Juli 2016. Die Laufzeit der Erhöhung ist bis 30. Juni 2017 angesetzt.

In Kooperation mit dem Betriebsrat hat die Geschäftsführung mehrere Betriebsvereinbarungen abgeschlossen. Darunter zur Erhöhung der Eingangsstufe der Entgeltgruppen 5, 6 und 7 um je 50 Euro, zur Schichtarbeit mit erhöhten Schichtzulagen, zur flexiblen Arbeitszeitregelung mit Wahlrecht für Freizeitausgleich oder Bezahlung und zur Verbesserung der Ausbildung.

Seit 2013 sei kontinuierlich in die technische Ausstattung des Werks und somit die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes investiert worden, informiert das Unternehmen. Über zwei Millionen Euro würden aktuell unter anderem für einen Schweißautomaten bereitgestellt oder sind für neue Anschaffungen eingeplant. Neben den monetären Leistungen haben die Wolffkran-Geschäftsführung gemeinsam mit dem Betriebsrat neue Regelungen zum Gesundheitsmanagement sowie für subventioniertes Essen in der eigenen Kantine umgesetzt.

"Sowohl die Investitionen in unsere Belegschaft als auch in die stetige Verbesserung der Ausstattung des Werks sind ein klares Bekenntnis zum Standort Luckau", sagt Ralph Frank. "Wir werden den Standort auch zukünftig stärken. Wir kennen die Gegebenheiten hier vor Ort am besten, wir investieren und justieren an den richtigen Stellen. Mit den bereits erreichten positiven Entwicklungen sei die Firma nach eigenen Angaben ein attraktiver Arbeitgeber in der Region."

Voraussetzung für weitere Verbesserungen sei laut Ralph Frank, dass Belegschaft und Betriebsrat mit der Geschäftsführung an einem Strang zögen und die Produktion und Auftragsabwicklung ungestört weiterlaufe. Er hebt hervor, dass die individuell am Standort geschlossenen Betriebsvereinbarungen den Bedürfnissen der Mitarbeiter und des Werks viel mehr entsprächen und zur Sicherung des Standortes beitrügen, als es ein Flächentarifvertrag jemals könnte. Den hatte die Gewerkschaft versucht, am Standort durchzusetzen.

Zum Thema:
Seit der Gründung des Brandenburger Werkes in Luckau von Wolffkran im Jahr 2006 wurden insgesamt mehr als 14 Millionen Euro investiert. Dabei wurden 120 feste Arbeitsplätze geschaffen. Das Unternehmen auf dem Gelände des Industriegebietes Alteno stellt Turmelemente als geschweißte Stahlbaukonstruktionen für unterschiedliche Krantypen her. Die Ausrüstung der Produktionsstätte umfasst Maschinen und Anlagen für Zuschnitt, Vorfertigung und Fertigung, sowie Korrosionsschutzvorrichtung und Bohrwerke entsprechend dem aktuellen Stand der Technik. In der strukturschwachen Region will der Turmdrehkran-Hersteller ein positives Zeichen für den Produktionsstandort Deutschland setzen.