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| 16:37 Uhr

Offene Türen
Oase für „Kleine Maulwürfe“

Mit einem fröhlichen Spiel begrüßten Kinder und Erzieher ihre vielen Gäste zum Tag der offenen Tür. Nach 13 Monaten Bauzeit war die Einrichtung in Duben als Ersatz für die alte Kita in Kaden unlängst bezugsfertig geworden.
Mit einem fröhlichen Spiel begrüßten Kinder und Erzieher ihre vielen Gäste zum Tag der offenen Tür. Nach 13 Monaten Bauzeit war die Einrichtung in Duben als Ersatz für die alte Kita in Kaden unlängst bezugsfertig geworden. FOTO: Benjamin Wepprich
Duben. Schmuck ist die neue Kita in Duben geworden und ein Ort, an dem Kinder sich wohlfühlen können. Davon überzeugten sich die zahlreichen Gäste am Sonnabend bei einem Tag der offenen Tür. Von Benjamin Wepprich

Dass der überwiegende Teil unserer Umwelt auf die „Erwachsenen“  ausgelegt ist, erfährt man relativ schnell bei einem Wechsel der Perspektiven – nämlich dem Besuch einer Kindertagesstätte.  So auch am Sonnabend in Duben.

Für rund 1,3 Millionen Euro entstand die Einrichtung, die die alte Kita im Gemeindeteil Kaden ersetzt. Davon flossen eine Million Euro als Fördergeld von Europäischer Union und Land.

Waschbecken, die nicht einmal bis zum Knie reichen, kleine Bettchen -  so oder ähnlich muss sich Schneewittchen bei den sieben Zwergen gefühlt haben.

Was ein bisschen wie in dem  Märchen der Gebrüder Grimm anmutet, ist die Kita „Kleiner Maulwurf“.

„Buddeln, Forschen, Entdecken“ steht in großen Buchstaben am Eingang,  was sich thematisch rund um die Einrichtung sowie im Inneren des Hauses fortsetzt. Angelehnt an die tschechische Kinder-Trickfilmserie „Der kleine Maulwurf“ sind auch seine besten Freunde - Hase, Igel und Maus mit von der Partie. Symbolisch für die unterschiedlichen Alters- und Entwicklungsstufen der derzeit 23 angemeldeten Menschenkinder. „In der alten Kita konnten wir erst Kinder ab einem Jahr aufnehmen. Hier geht es schon früher. Wir sind für 36 Mädchen und Jungen ausgelegt, und unsere Türen sind für alle geöffnet“ erörterte die Leiterin Bärbel Paulick.

„Unser Maximilian ging schon in Kaden in die Krippe und ist jetzt mit nach Duben umgezogen. Es gibt für die Kleinen einen Sanitärbereich, getrennt von den Kindergartenkindern, zudem ist es viel ruhiger, besonders am Morgen. Er möchte nachmittags nicht mehr weg“, wusste Familie Lehniger zu berichten. „Unsere Räume sind höher als in Kaden, und der Geräuschpegel kann sich nicht mehr so hochschaukeln. Besonders toll ist die Küche, wo die Kinder schon am frühen Morgen mit Obst und Gemüse kleine Experimente anstellen können“, sagte Erzieherin Christine Mogck.

Es eröffnen sich lichtdurchflutete Räumlichkeiten, die allesamt von riesigen Fensterfronten eingefasst sind. Farbenfroh sind die Gruppenräume der kleinen Maulwürfe, Igel, Hasen und Mäuschen. „Wir sind neugierig und wollen uns die neue Kita angucken. Weil die Kinder dabei sind, hat es gerade gepasst“, sagte Familie Mrose.

 Ein üppiges Platzangebot mit allerlei kleinen Details rundet das Angebot spielerisch gestaltet ab. Es gibt eine Kinderküche, mehrere Gruppenräume, die alle mit Ausgängen zum großen Spielplatz und altersgerechten Sitzgelegenheiten ausgestattet sind. Weitere Besonderheit sind die Akustikplatten an den Decken, die für eine ruhige und schallschluckende Atmosphäre sorgen, zudem der Bewegungs- und Musikraum, in welchen unter anderem die musikalische Früherziehung stattfindet. Der Spielplatz mit Rodelberg wartet mit einer bis unters Dach mit Spielzeug gefüllten Gartenhütte, Schaukeln, Klettergerüsten und Rutschen auf.

„Die Rutsche ist das Highlight für unsere Kinder. Sie gehen gerne hierher“ sagte Familie Nörrenberg.

Spenden von über 20 000 Euro ermöglichten Spielzeuge und Einrichtungsgegenstände, die sonst erst viel später hätten angeschafft werden können. Vorrichtungen für schattenspendende Sonnensegel und kleine Ecken für etwas „Privatsphäre“ zeugen von solider Arbeit der Planer und Entscheider. Persönlich begrüßten die Kita-Leitung und der Luckauer Bürgermeister die anwesenden Gäste und nahmen sich auch die Zeit zum Gespräch. „Man baut nicht jedes Jahr eine Kita in einem Dorf, und es ist überragend, was hier geleistet wurde.  Unglaublich wie viel Energie außerhalb des Protokolls hier reingesteckt wird. Viele Eltern und auch Mitarbeiter aus dem Rathaus haben letztlich mit angefasst“, so Bürgermeister Gerald Lehmann.

Mehr Riesen als Zwerge bevölkerten zeitweilig die Anlage und inspizierten die wie aus dem Ei gepellte neue Kita. „Wir suchen nach einem geeigneten Krippenplatz für unser zu erwartendes Kind. Unsere Arbeitsstellen sind in der Nähe, und Duben würde sich daher anbieten. Vielversprechend ist auch die naturnahe Einbindung der Anlage“, erzählte Familie Wothe.