ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:21 Uhr

Hitze
Frisches Nass und Vitamine

Für ein Leckerli von Tierpflegerin Christiane Kolisch verlassen die Nasenbären ihren Schattenplatz.
Für ein Leckerli von Tierpflegerin Christiane Kolisch verlassen die Nasenbären ihren Schattenplatz. FOTO: LR / Carmen Berg
Dahme. Mit viel Wasser und Leckerem aus Gärten kommen Dahmer Tierpark-Tiere durch die Hitze.

Tierpflegerin Christiane Kolisch beginnt ihren Dienst im Tierpark in diesen Tagen morgens um fünf Uhr. Sie bringt den Tieren ihr Frühstück, bevor die große Hitze einsetzt. „Wenn es zu warm ist, haben sie kaum Hunger. Da geht es ihnen wie den Menschen“, sagt die Tierpflegerin. Sie ist schon viele Jahre im Job, kann sich an eine so lang anhaltende Trockenperiode aber nicht erinnern. Statt frischem Gras, wie sonst im Sommer üblich, steht Heu auf dem Speiseplan und dazu möglichst Vitamine. Möhren und rote Beete kommen aus dem Dahmer Kartoffelllagerhaus, viele Tierfreunde bringen Augustäpfel aus ihren Gärten. Hans Skrypek schaut einmal in der Woche vorbei. In seinem Garten sind reichlich Gurken herangewachsen, die üppige Ernte teilt er mit den Tierparktieren. Salat, Kartoffeln, sogar Bienenwaben hat der Dahmenser ebenfalls schon spendiert. „Die Tiere brauchen doch Futter und was Frisches,“ sagt er.

Daneben sei ausreichend frisches Wasser das Wichtigste für die Vierbeiner, um über die heißen Tage zu kommen, erzählt Chistiane Kolisch. Mit dem frischen Nass füllen die Tierpfleger  regelmäßig die Schüsseln und bewässern zudem die staubtrockenen Außengehege. „Auch in der Freizeit schauen wir nach, ob alle Tiere noch gut versorgt sind. Das geht ganz automatisch, man guckt da nicht auf die Uhr“, sagt Christiane Kolisch.

Bislang haben alle Schützlinge den Extremsommer gut überstanden. Ziegen, Schafe, Esel  und Damwild sind vor allem morgens und abends unternehmungslustig. „Tagsüber wollen sie ihre Ruhe, suchen sich ein Plätzchen im Schatten“, so die Tierpflegerin. Auch die Nasenbären-Familie hängt bei der Hitze gern ab, hält in der Mittagszeit im Haus eine ausgiebige Siesta. Doch ein bis zwei Mal in der Woche sind die Fellbündel besonders schnell wieder munter. Dann bringt Christiane Kolisch ihnen zum Auspacken ein Heu-Paket, in dem sich leckere Erdnüsse oder Weintrauben verstecken. Beschäftigt sein wollen die Tiere bei jedem Wetter, so die Pflegerin.

Seit einigen Tagen schallt häufig Kinderlachen zu den Gehegen herüber. Unter schattigen Bäumen ist ein neuer Kinderspielplatz entstanden - Kletterbrücke, Seilbahn, Trampoline, Nestschaukel und weitere Geräte wurden von den Kindern schnell in Beschlag genommen, so wie an diesem Vormittag von den Steppkes der evangelischen Kita „Amalienstift“. Ihr Urteil fällt einhellig aus: „Schön.“

In einem nächsten Schritt kommen die Tiergehege in die Kur. Sie sollen sich künftig auf der Westseite des Parkes konzentrieren und mit dem Spielplatz eine Einheit bilden. Ein großes Stallgebäude ist geplant, das die einzelnen kleinen Häuser ersetzt. So werden den Tierpflegern Wege gespart und die Arbeit erleichtert.  „Ich bin schon sehr gespannt auf die neue Anlage“, verrät Christiane Kolisch.

Gemüse ist als Futterspende willkommen. willkommen. Hans Skrypek hat Gurken aus seinem Garten mitgebracht.
Gemüse ist als Futterspende willkommen. willkommen. Hans Skrypek hat Gurken aus seinem Garten mitgebracht. FOTO: LR / Carmen Berg