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| 02:42 Uhr

Wie aus Glühwein Spende für Tierschutz wird

Helga Druschke (oben, Mitte) und Susann Viol (unten/M.) gewährten den Spendern aus Bad Liebenwerda einen Einblick in die Arbeit des Tierheims und der Tierpension in Langengrassau.
Helga Druschke (oben, Mitte) und Susann Viol (unten/M.) gewährten den Spendern aus Bad Liebenwerda einen Einblick in die Arbeit des Tierheims und der Tierpension in Langengrassau. FOTO: Foto-Zahn/fza1
Langengrassau. Zum Jahreswechsel haben die Tierschützer in Langengrassau Besucher aus Bad Liebenwerda begrüßt. Eine Spende, die die Arbeit im Tierheim unterstützen soll, übergaben sie Helga Druschke und Susann Viol. Ingrid Hoberg

Es ist selten genug, dass es eine gute Überraschung ist, wenn in Langengrassau im Tierheim das Telefon klingelt. Reiko Mahler aus Bad Liebenwerda hat dafür gesorgt, als er Helga Druschke im Dezember anrief und eine Spende für den Tierschutz ankündigte. "Seit mehr als zehn Jahren sammeln wir auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Liebenwerda am vierten Advent für einen guten Zweck Geld", erzählt er. Gemeinsam mit seinen Freunden Sascha Bärtig und Marco Däweritz lässt er sich jedes Jahr etwas anderes einfallen. Mal gibt es Plinze, mal Ketwurst oder Hotdog. Diesmal wurde nun Glühwein für eine Spende abgegeben. "Wir hatten den besten Glühwein. Die Leute kennen uns schon und wissen, dass das Geld für einen guten Zweck bestimmt ist - jedes Jahr für ein anderes Projekt", erklärt Reiko Mahler. 1000 Euro sind diesmal für den Tierschutz zusammengekommen. "Das war der Vorschlag meiner Tochter Luise", sagt er.

Reiko Mahler, beruflich als Sozialpädagoge tätig, informierte sich vorab über verschiedene Einrichtungen. Die Wahl fiel dann auf das Tierheim und die Tierpension in Langengrassau und eine Einrichtung bei Torgau, sodass an beide jeweils 500 Euro übergeben werden konnten. Beim Besuch in Langengrassau überzeugten sich die Spender von der Arbeit der Einrichtung. Rund 200 Hunde und ebenso viele Katzen wurden 2016 aufgenommen, versorgt, wieder sozialisiert und wenn möglich vermittelt, so die Statistik des Tierheims. Zum Jahreswechsel wurden dort beispielsweise mehr als 50 Katzen artgerecht versorgt, wie Helga Druschke ergänzt. Neben aktuell mehr als 40 Hunden ist Langengrassau immer auch für andere Tiere ein Zuhause - ehe sie möglichst wieder ein neues finden. Das Einzugsgebiet reicht im Landkreis Dahme-Spreewald von Luckau über Lübben bis nach Lieberose, aber auch in Richtung Lübbenau bis Senftenberg im Landkreis Oberspreewald und bis in die Landkreise Elbe-Elster und Teltow-Fläming. Dort arbeitet das Tierheim mit den Ordnungsämtern zusammen.

Dazu kommt das ehrenamtliche Engagement, denn Helga Druschke ist aktive Tierschützerin. Dafür wurde sie im Oktober 2016 mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Tierschutzbundes geehrt. "In Tierschutzangelegenheiten ist sie, wenn es sein muss, 24 Stunden, sieben Tage die Woche … unterwegs", hieß es in der Laudatio des Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes.