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| 02:32 Uhr

"Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch"

Auf den Beitrag über den Zoff beim Spreewaldmarathon in Lübben, in dem der Veranstalter mangelnde Unterstützung der Stadt Lübben beklagt, reagiert Ingo Braun. Er schreibt an die RUNDSCHAU-Lokalredaktion: Mit Befremden habe ich gelesen, dass Herr Weidner (wie auch ausführlich auf der Webseite der Veranstaltung) die mangelnde Unterstützung seitens der Gemeinden beklagt, die jährlich erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, um den Anwohnern und unbeteiligten Gästen der Region zu erklären, warum regelmäßig die halbe Infrastruktur rund um das "Event" zusammenbricht.

Grundsätzlich gilt doch wohl immer noch: "Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch". Wenn es denn in Gigantomanie ausartet, muss eben mehr gezahlt werden - das wird Herr Weidner verschmerzen können, denn im Bundesvergleich rangieren seine Startgelder bereits seit Jahren im Hochpreissegment.

Jeder Breitensportverein, der sich mit der Organisation von Veranstaltungen befasst, käme nicht im Traum darauf, seine Stadt um finanzielle "Geschenke" anzugehen.

Und mal ehrlich, ich als Bürger hätte etwas dagegen, wenn meine Stadt oder Gemeinde aus öffentlichen Geldern solch eine Veranstaltung fördert - dazu sind doch wohl noch genügend Schulen und Kindergärten unsaniert, die der öffentlichen Mittel dringender bedürfen als diese Veranstaltung. Es sind immerhin Steuergelder, die da reklamiert werden.

Außerdem sollte man sich als Organisator doch wohl vorher mit seinen Wünschen an die betreffenden Stellen wenden. Ich sitze auch nicht am Tag nach Heiligabend unter dem Baum und beschwere mich darüber, dass meine Wünsche nicht wahrgeworden sind, wenn ich sie nicht kommuniziere.