| 02:40 Uhr

Wenn Kindswohl gefährdet ist – Fachleute diskutieren

Lübben/Luckau. Beim 11. Fachtag Kinderschutz des Landkreises Dahme-Spreewald sind medizinische Themen diskutiert worden. red/SvD

Gäste aus Jugendhilfe, Kinderbetreuung und der Medizin kamen an die Technische Hochschule Wildau, um sich über Kindeswohlgefährdungen und den professionellen Umgang damit auszutauschen.

"Kinder brauchen eine starke Lobby!", betonte Landrat Stephan Loge (SPD) in seiner Eröffnungsrede. Zwar wachsen die meisten Kinder sicher und behütet auf. Dennoch geraten sie mitunter auch in existentielle Not oder müssen Gewalt und Vernachlässigung ertragen. Die Fachkräfte im Publikum würden insofern einen wichtigen Beitrag zur Schadensprävention und zur Sicherstellung elementarer Kinderrechte leisten.

In den Fachbeiträgen wurden dann detailliert Warnzeichen für Gefährdungen, insbesondere bei Kleinkindern erörtert und der entsprechende Umgang damit erklärt. So verfügen Kliniken über spezifische Kinderschutzverfahren, die gegebenenfalls ein schnelles Reagieren ermöglichen sollen. Ein Vortrag ging auf den Sonderfall des Drogenmissbrauchs während der Schwangerschaft ein.

Die abschließende Podiumsdiskussion machte deutlich, so heißt es in der Mitteilung des Landkreises, dass Medizin und Jugendhilfe im Kinderschutz unbedingt am selben Strang ziehen sollten und dies vielfach bereits tun. Dennoch soll die gemeinsame Arbeit zukünftig intensiviert werden: Netzwerke werden ausgebaut, Kinderschutz-Teams eingerichtet und die Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Landkreis und den Kliniken werden erneuert.