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| 14:10 Uhr

Polizei warnt vor Einbrechern
Wenn Fremde in der Wohnung stehen

Und plötzlich ist da ein Einbrecher im Haus.
Und plötzlich ist da ein Einbrecher im Haus. FOTO: zinkevych/Fotolia / zinkevych - stock.adobe.com
Luckau/Lübben. Plötzlich steht ein fremder Mann hinter der Schlafzimmer-Tür. So geschehen am Montag in Straupitz. Und das war nicht der einzige derartige Fall in der Region, wie jetzt die Polizei informiert. Von Frank Hilbert

Immer wieder kommt es vor, dass plötzlich fremde Personen im Haus stehen. Das sind keine Einzelfälle, sagt Polizeisprecher Torsten Wendt gegenüber den Medien.  Im Verlauf der letzten Wochen seien den Revierpolizisten des ländlichen Bereiches von Lübben, Luckau und Heideblick zahlreiche Bürgerhinweise zugetragen worden, bei denen sich unbekannte Personen unberechtigten Zutritt zu Wohnhäusern verschafft hatten, so Torsten Wendt weiter. „Mit Bedauern mussten die Polizisten feststellen, dass sich Ereignisse zugetragen hatten, die nicht zur Anzeige gebracht wurden. In diesen Fällen betraten fremde Personen den häuslichen Bereich von Bewohnern, die ihre Wohnungen nicht abgeschlossen hatten“, erläutert der Sprecher.

So kam es dann zu einem Aufeinandertreffen zwischen den Hauseigentümern und den unbekannten Personen, bei denen die Eindringlinge des Objektes verwiesen wurden, ohne dass jedoch die Polizei informiert wurde. So jüngst geschehen am Montagmittag in Straupitz, als eine Frau in ihrem Haus einen fremden Mann in ihrem Schlafzimmerentdeckte. Dieser stand versteckt hinter der Tür.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Tipps, wie man sich davor schützen können. Einbrecher, die am Tage in fremde Wohnungen oder Häuser eindringen, seien leider keine Einzelfälle. Mit einigen Verhaltensregeln können Besitzer von Häsern als auch Mieter unliebsamen Überraschungen vorbeugen.

  • Wohnungs- oder Einfamilienhaustüren immer abschließen, nicht nur zuziehen.
  • Auch bei kurzer Abwesenheit Fenster, Oberlichter, Kellerfenster, Balkon- und Terrassentüren schließen.

Wohnungs- und Haustürschlüssel nicht draußen verstecken, sondern mitnehmen oder bei einer Vertrauensperson hinterlegen. Besonders im ländlichen Raum sollten die Bewohner auch tagsüber besonders auf den Verschluss von Hof- und Haustüren achten.

  • Nach dem Verlust von Haustür- oder Wohnungsschlüssel Schloss oder Schließzylinder auswechseln.
  • Keine Steighilfen (Leitern usw.) für jedermann zugänglich stehen lassen.
  • Hinweise auf Abwesenheit vermeiden (zum Beispiel Briefkasten leeren lassen, Lichtquellen über Schaltuhren betreiben).
  • Bei längerer Abwesenheit Wohnung oder Haus durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder gegebenenfalls „Haushüter“ bewohnen oder bewohnt erscheinen lassen.
  • Nummern, Beschreibungen und Kennzeichnung der Wertsachen im Haus notieren. Teppiche, Kunstgegenstände und Antiquitäten gegebenenfalls fotografieren. Dokumente, Wertsachen und Listen in ein Bankschließfach geben.
  • Informieren Sie die Polizei über ungewöhnliche Feststellungen zu Fahrzeugen und Personen, die nicht zu Ihrem Wohnumfeld gehören und gegenüber denen Sie den Verdacht hegen, sie würden den Wohnbereich auskundschaften. Handeln Sie aber nicht eigenmächtig!
  • Falls es dennoch zu einem Einbruch gekommen sein sollte, beachten Sie bitte Folgendes:

Sofort die Polizei verständigen über den Notruf 110.

  • Wohnung nicht betreten, keine Veränderungen vornehmen, nicht aufräumen und nicht saubermachen! Bereits betretene Wohnbereiche auf dem gleichen Weg wieder verlassen. Das gilt auch für Terrassen und Vorgärten.
  • Nicht selbständig auf „Spurensuche“ gehen – überlassen Sie das der Polizei!
  • Falls Sie sich zur Tatzeit im Haus befinden, auf keinen Fall mit dem Täter eine Konfrontation suchen. Für Sie ist es sicherer und für die Polizei wertvoller, wenn Sie Ihre Feststellungen der Polizei mitteilen. Merken Sie sich Personenbeschreibungen, Fluchtrichtungen, benutzte Fahrzeuge und andere wichtige Details. Fotografieren Sie die Täter, wenn es ohne Risiko für Sie machbar ist.