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| 02:43 Uhr

Weiterer Interessent für Mühlenhof-Ensemble in Schönwalde

FOTO: Neumann/lr
Schönwalde. Die Gemeinde Schönwald (Unterspreewald) und der Grundstückseigentümer entwickeln das Sondergebiet "Mühlenhof-Ensemble". Es soll gegenüber der Grundschule im Ortsteil Schönwalde entstehen. A. Staindl/asd1

Auf etwa 1,6 Hektar Fläche sind Mühle, Einkaufsbereich, Sparkasse, Schaubäckerei sowie Schauwerkstatt und ein Seniorenbereich geplant.

Die Idee ist charmant, die Umsetzung würde Schönwalde weiter aufwerten. Das "Mühlenhof-Ensemble" befindet sich derzeit in der Vorplanung. Träger öffentlicher Belange wurden in das Verfahren schon einbezogen. Bedenken gegen das Projekt gab es bisher keine, wie Ralph Hunger sagt.

Der Architekt aus Neuenhagen ist mit der Planung des Sondergebiets beauftragt. Er muss verschiedene Interessen berücksichtigen. Der örtliche Mühlenverein will eine historische Paltrockwindmühle am Standort errichten, die Gemeinde Schönwald ihre wirtschaftliche Infrastruktur erweitern.

Schon länger vorgesehen ist die Errichtung eines Einkaufsmarkts, einer Zweigstelle der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, einer Schauwerkstatt etwa für soziale Projekte sowie einer Schaubäckerei.

Neu ist das Interesse der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Sie möchte in dem Sondergebiet einen Seniorenbereich errichten. Tagespflegeplätze, Sozialstation und betreute Wohnungen für ältere Menschen sollen am Standort entstehen.

Der Versorgungsbereich ist nahe der derzeitigen Sparkasse geplant. Die Tagespflege soll als Puffer zum Wohnbereich der Awo dienen, erklärt Matthias Reese von den "RW plus Architekten" in Berlin: "Die geplanten Bereiche ergänzen sich wunderbar." Sein Büro kümmert sich um die Planung der einzelnen Gebäude, des gesamten Ensembles.

"Wir wollen dabei den lokalen Geist aufnehmen", sagt Reese. "Das Projekt in Schönwalde ist nicht alltäglich und für uns eine spannende Aufgabe." Er möchte die historische Architektur des Dorfs einbinden, beim Bau historische Materialien verwenden: "Wir wollen uns stark an ortsprägenden Elementen orientieren." Maximal zwei Stockwerke soll jedes Gebäude hoch sein. Mit Mühlen- und Generationenhof sollen zwei Bereiche mit unterschiedlicher Nutzung entstehen.

Reese zufolge sind auch kleine private Gärten möglich. Geplant ist zudem ein großer Parkplatz für den Versorgungsbereich. Der Architekt aus Berlin hält außerdem ein Nahwärmenetz vor Ort für sinnvoll: "Das wäre energetisch und ökologisch optimal."

Das Gros der Fläche für das künftige "Mühlenhof-Ensemble" wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Heiner Röger von Notus energy, dem Betreiber von Windkraftanlagen rund um Schönwalde, hat die etwa 1,6 Hektar für das Sondergebiet gekauft. Es wird so geplant, dass eine Erweiterung in Richtung Freiwalde später möglich ist.