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| 13:51 Uhr

Stimmungsgeladen
Weihnachtssingen verkürzte die Wartezeit auf Heiligabend

 Lehrer begeistern die Schüler. Ihr Auftritt war einer der Höhepunkte des Weihnachtssingens in der Grundschule in Golßen.
Lehrer begeistern die Schüler. Ihr Auftritt war einer der Höhepunkte des Weihnachtssingens in der Grundschule in Golßen. FOTO: Andreas Staindl
Golßen. Lehrer der Grundschule in Golßen singen kurz vor den Ferien für ihre Schüler. Von Andreas Staindl

  Stimmungsvoll und in bester Feierlaune haben sich Schüler und Lehrer der Grundschule in Golßen (Unterspreewald) in die Weihnachtsferien verabschiedet. Der Auftritt der Pädagogen am Donnerstag war einer der Höhepunkte des Weihnachtssingens der Schule.

Seit Angang Dezember hatte jeweils eine andere Klasse musikalisch auf Weihnachten eingestimmt. „Das war super und hat mir viel Spaß gemacht“, sagt die Drittklässlerin Elisabeth Rinka. „Durch das tägliche Singen verging die Zeit bis Weihnachten richtig schnell.“ Auch ihr Mitschüler Sebastian Kästner war begeistert: „Die täglichen Auftritte der einzelnen Klassen waren cool. Singen macht einfach Spaß.“ Und Elisa Linick ergänzt: „Es war an jedem Tag eine super-schöne Weihnachtsstimmung. Ich fand es auch interessant zu sehen, wie toll schon die Erstklässler ihr Programm präsentiert haben, das war klasse. Ich freue mich schon auf Heiligabend.“

Das Weihnachtssingen hat die Vorfreude auf das Fest gesteigert. Schüler und Lehrer haben daran Anteil. Jeweils am letzten Tag vor den Weihnachtsferien überraschen die Pädagogen die Schulkinder. „Der Auftritt war richtig cool“, sagt Maja Banasiak. „Als die Musik los ging und die Lehrer so wild getanzt haben, bin ich vor Begeisterung fast ausgerastet.“

Die Pädagogen hatten sich lustig verkleidet, sind in Rollen von Kindern geschlüpft, die eine Busfahrt machen. Dirk Herrmann war der Busfahrer. Der Schulleiter steuerte das fiktive  Fahrzeug mit den „aufgeschreckten Hühnern“. Und in der Tat. Ständig hatte irgendeiner der Lehrer im Schülergewand Flausen im Kopf. Sie sprangen auf, machten Stimmung, sangen und tanzten wild herum. Den wirklichen Schülern gefiel es. „Das war sehr lustig aber auch interessant, die Lehrer mal von einer anderen Seite zu sehen“, sagt die Sechstklässlerin Lilly Scheunemann. „Ihr Auftritt hat mir sehr gut gefallen.“ Ihre Mitschülerin Josefine Böhmke fand es „mutig, dass sich die Lehrer verkleidet haben. Das sah gut aus. Doch, wenn sie so täglich in die Schule kommen würden, würde ich sie nicht mehr ernstnehmen. Für den Auftritt aber hat es prima gepasst.“

Nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer selbst hatten offensichtlich Spaß. Ist es schwer, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen, sich stattdessen zum Affen zu machen? „Überhaupt nicht“, sagt die Lehrerin Mandy Zawada, „im Gegenteil. Für die Kinder hat unser Auftritt sogar einen Lerneffekt. Sie erleben, wie man Gefühle spielerisch ausdrücken und in andere Rollen schlüpfen kann. Unsere Auftritte führen zu einem noch besseren Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern.“

Dass es während des Lehrersingens immer „ziemlich verrückt“ zugeht, wie die stellvertretende Schulleiterin Nancy Rost sagt, „ist schon zu einer schönen Tradition geworden“. Für Toni Scharkowski sind diese Auftritte neu, allerdings kein Problem. „Es ist doch super, wenn man Kinder begeistern kann“, sagt der Lehrer. „Für uns ist es tägliches Brot, den Mädchen und Jungen auf interessante, manchmal auch spielerische und lustige Art Wissen zu vermitteln. Das Weihnachtssingen passt wunderbar dazu. Mir hat es sehr gut gefallen.“

Die Idee für das tägliche Singen in der Vorweihnachtszeit hatte Dirk Herrmann bereits 2012 mit in die Grundschule in Golßen gebracht. Inzwischen hat es entwickelt und ist ein Höhepunkt im Schuljahr – eine schöne emotionale Einstimmung auf das Weihnachtsfest ohnehin.