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| 13:12 Uhr

Streitpunkt
Wehnsdorfer Bürgertreff geht in die nächste Runde

Das Gerätehaus soll einen Anbau bekommen, das alte Backsteingebäude dahinter soll abgerissen werden.
Das Gerätehaus soll einen Anbau bekommen, das alte Backsteingebäude dahinter soll abgerissen werden. FOTO: Carmen Berg / LR
Langengrassau. Gemeindevertreter wollen für den Planungsbeschluss das Votum des Ortsbeirates abwarten.

) Der Heideblick-Ortsteil Wehnsdorf soll einen Bürgertreff bekommen. Das vorhandene Feuerwehr-Gerätehaus soll dafür barrierefrei umgebaut und zu einem Dorfgemeinschaftshaus mit multifunktionaler Nutzung erweitert werden. Das hatten die Gemeindevertreter im November beschlossen (die Rundschau berichtete).

Die Verwaltung präsentierte in der jüngsten Sitzung eine Vorlage für den Grundsatzbeschluss zur Planung des Vorhabens, verbunden mit dem Antrag auf Fördermittel aus dem Leader-Programm. Auf Antrag von Dietmar Becker (CDU) wurde dieser einstimmig in eine Informationsvorlage umgewandelt. Zunächst solle der Wehnsdorfer Ortsbeirat zum Vorhaben eindeutig Stellung beziehen, dann werde die Gemeindevertretung über einen Beschluss abstimmen, waren sich die Abgeordneten einig.

Strittig war in der vorangegangenen Diskussionsrunde der Abriss des ehemaligen Wohnhauses auf dem Flustück. Dieses und zwei Nebengebäude sind laut Vorlage seit mehr als 25 Jahren ungenutzt, die Bausubstanz ist alt und brüchig, total verschlissen und teilweise sogar einsturzgefährdet. Aus Sicht der Verwaltung ist eine Sanierung für die künftige Nutzung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Sie schlägt den Abriss vor. Die alte Scheune auf dem benachbarten Flurstück sei im November durch die Deutsche Bahn zugunsten des neuen Gehweges bereits abgerissen worden. Auf den Abrissflächen sollen Grünflächen sowie Sport- und Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche entstehen.

Aus eigenen Mitteln kann die Gemeinde Heideblick das Vorhaben nicht finanzieren. Deshalb soll ein Antrag auf Förderung aus dem Leader-Programm auf den Weg gebracht werden, den die Verwaltung für aussichtsreich hält. Die vorgesehenen 10 000 Euro für die Planung reichen nach Auffassung von Johannes Wurms (WGW) nicht aus, weil der Umbau nach seiner Schätzung bis zu 400 000 Euro kosten könnte. Die Summe umfasse nur den für den Förderantrag notwendigen ersten Teil der Planung, erläuterte Bauamtsleiterin Gudrun Padack.