Seit vielen Jahren kommen in jedem Sommer Kinder aus der Tschernobylzone zum dreiwöchigen Erholungsaufenthalt nach Dahme. Um die Organisation der Besuche kümmert sich ein ehrenamtlicher Tschernobyl-Arbeitskreis.
So hatten sich die Gastgeber auch in diesem Jahr wieder darauf gefreut, die Jungen und Mädchen in der Zeit vom 7. bis zum 28. Juni in der Flämingstadt zu begrüßen und ihnen schöne Erlebnisse zu bieten. Doch wegen der Coronapandemie wird das nun erstmals in all den Jahren nicht möglich sein, wie die Arbeitskreis-Mitglieder Monika Petras und Ilona Radünz informieren.
Der Grund liegt auf der Hand: Für die Kinder, die in Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vielfach an Erkrankungen und einem schwachen Immunsystem leiden, sei das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu hoch, mögliche gesundheitliche Folgen seien nicht zu verantworten.
Deshalb werden Arbeitskreis-Mitglieder anders als gewohnt nicht losziehen, um Spenden für den Aufenthalt zu sammeln und mit Partnern gemeinsam Programmpunkte zu planen. Jedoch werden Spenden, die bereits eingegangen sind, gut verwahrt, darauf verweisen die Vertreter des Arbeitskreises.
Unter anderem kamen Erlöse des Konzert-Events „Rock gegen Krebs“ in der Dahmer Sportwelt sowie des traditionellen Weihnachtskonzertes in Langengrassau der Dahmer Tschernobylhilfe zugute. „Dafür bedanken wir uns sehr herzlich“, heißt es in der Mitteilung.
Im nächsten Jahr wolle der Arbeitskreis mit seiner Hilfsaktion weitermachen, „für die Kinder und wegen der großen Unterstützung, die uns immer noch entgegengebracht wird“. Die Initiatoren hoffen auf ein glückliches Wiedersehen mit ihren kleinen Freunden aus Weißrussland im Jahr 2021.