Im Trinkwasserbereich sind Investitionen von 2,9 Millionen Euro geplant, darunter Überhänge von rund einer Million Euro aus dem Jahr 2012. Rund vier Millionen Euro will der Verband in Abwasseranlagen und -leitungen stecken, darunter 2,2 Millionen Euro ebenfalls als "Rucksack" aus 2012. Das Land hatte Hilfen für den mit knapp 29 Millionen Euro verschuldeten Verband vorübergehend gesperrt und Förderanträge auf Eis gelegt, nachdem eine neue Abwasserbeitragssatzung nicht beschlossen worden war, nennt der beauftragte Verbandsvorsteher Stefan Ladewig einen Grund für den Stau. Nach Annahme der Satzung im Oktober wurden die Hilfen wieder aufgenommen.

Waltersdorf mit Fragezeichen

Als größter Brocken im Trinkwasserbereich mit einer Million Euro schlägt eine neue Versorgungslösung für Waltersdorf (Gemeinde Heideblick) zu Buche. Der Wirtschaftsplan sieht einen Rückbau des maroden Wasserwerkes in Waltersdorf und stattdessen eine Leitung zum Wasserwerk Schollen (Stadt Luckau) vor. Aus Heideblick gibt es Gegenwind. Ob in Waltersdorf ein neues Wasserwerk entsteht oder die Leitung nach Schollen kommt, soll sich mit einer Überarbeitung des TAZV-Trinkwasserkonzeptes abschließend klären. Sie liege jedoch zur Verbandsversammlung noch nicht vor, so Stefan Ladewig. Wie Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos) sagt, habe es eine Beratung von Verband und Gemeinde gegeben, eine weitere sei demnächst vorgesehen. Neben Waltersdorf gehe es auch um die Zukunft des Wasserwerkes in Schwarzenburg, so der Bürgermeister.

Rund 500 000 Euro will der TAZV in die Sanierung von Trinkwasser-Rohrnetzen stecken. Ebenfalls rund 500 000 Euro kostet die Instandsetzung des Dahmer Wasserturmes, der technische Anlagen des Wasserwerkes beherbergt. "Sein Zustand ist so schlecht, dass Putz herunterfällt", sagt Stefan Ladewig.

Problemfall Kasel-Golzig

Ein Löwenanteil der Abwasser-Investitionen fließe in die General-Überholung der Kläranlage in Kasel-Golzig. Sie werde von der Unteren Wasserbehörde gefordert, erklärt der beauftragte Verbandsvorsteher. Die Kosten für die ersten beiden Sanierungsabschnitte beziffert er auf 2,4 Millionen Euro, davon 1,1 Millionen Euro, die 2012 nicht verbaut werden konnten. Weitere Gelder seien für die Sanierung von Kanalnetzen und Pumpwerken eingeplant, so Stefan Ladewig.

Trotz Trinkwasser-Neukrediten von jeweils rund einer Million Euro in den Jahren 2012 und 2013 will der Verband seine Schulden bis Ende nächsten Jahres um knapp eine Million Euro auf dann knapp 28 Millionen Euro reduzieren.

Zum Thema:
Neben dem Wirtschaftsplan steht in der Verbandsversammlung eine neue Geschäftsordnung zum Beschluss. Eine Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung wird auf 30 Minuten begrenzt. Zulässig sind dem Text nach nur noch Anfragen, nicht mehr jedoch Hinweise und Vorschläge. Neu regelt die Geschäftsordnung die Möglichkeit zur Bildung von Ausschüssen. Über deren Gründung und Besetzung entscheidet die Verbandsversammlung.Die Verbandsversammlung trifft sich am Mittwoch, 5. Dezember, um 19 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde Heideblick in Langengrassau, Luckauer Straße 61.