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| 01:00 Uhr

Wann Zündeln in Luckau erlaubt ist

Luckau.. Ein Feuer im Freien bringt Stimmung und Atmosphäre. „Freudenfeuer dürfen unter bestimmten Auflagen immer abgebrannt werden“ , so Michael Klinkmüller. „Aber Gartenabfälle oder behandeltes Holz zu verbrennen, ist verboten“ , betont der Mitarbeiter des Luckauer Ordnungsamtes. Von Gabriele Bernhardt

Die Anrufe im Luckauer Ordnungsamt häufen sich im Herbst. Das interessierende Thema: „Darf ich auf meinem Grundstück ein Feuer anmachen oder nicht?“ Michael Klinkmüller gibt am Hörer oder in der Sprechzeit Auskunft. „Trockenes, unbehandeltes Holz darf zu jeder Zeit verbrannt werden“ , erklärt er. Ist der Stapel nicht größer als ein mal ein Meter, kann das jeder Bürger tun. Größere Feuer wie von Vereinen zu Ostern, müssen allerdings angezeigt werden, so der Fachmann. „Die kleineren Feuer laufen bei uns unter dem Begriff Freudenfeuer“ , sagt Michael Klinkmüller.
Selbstverständlich muss der Besitzer einige Regeln einhalten: Der trockene Holzhaufen sollte erst unmittelbar vor dem Entzünden aufgeschichtet werden, damit keine Tiere, die ihn als Unterschlupf genutzt haben, Opfer des Flammen werden. Wichtig, so Klinkmüller weiter, ist der reichliche Abstand zu anderen brennbaren Materialien oder zu Ödlandflächen. Zum Löschen sollte immer ein Wasserschlauch parat liegen. „Das Feuer sollte so unterhalten werden, dass die Flamme ziemlich klein bleibt. Auch hier gilt als Faustregel - ein Meter in der Höhe“ , sagt er. Wichtig sei auch, dass durch den Rauch keine Anwohner belästigt werden. Dass so ein Freudenfeuer oftmals ein beliebter Anlass für Nachbarschaftsstreitigkeiten ist, weiß er aus Erfahrung. Entweder sollte mit dem Nachbarn gleich das Problem besprochen oder am nächsten Tag das Ordnungsamt informiert werden, betont er. „Selbst wenn wir am Montag nach einem Wochenendfeuer vor Ort sind, können wir noch erkennen, was verbrannt worden ist“ , berklärt der Fachmann.
Bei einer Veranstaltung kürzlich in Kreblitz hatte er noch einen Abstecher auf ein privates Grundstück gemacht. Eine große Qualmwolke hatte gedroht, den Ort zu überziehen. Nach einem Gespräch mit dem Grundstücksbesitzer wurde das Feuer gelöscht. „Er hat Gartenabfälle verbrannt, das ist nicht erlaubt“ , betont er. Denn nicht alles, was im Garten heranwächst, darf auch verfeuert werden. Verboten sind nach dem Brandenburgischen Immissionsschutzgesetz seit 1998 zum Beispiel Gartenabfälle, Laub, Strauch- und auch Rasenschnitt. „Das gehört auf den Kompost, Papier in die blaue Tonne, Zaunlatten und Möbelteile auf den Sperrmüll.“
Wer ein Feuer nach Gutdünken abbrennt und gegen die gesetzlichen Vorgaben handelt, dem drohen Verwarn- oder Bußgelder, so der Ordnungsamstmitarbeiter.

Hintergrund Der richtige Umgang mit Feuer im Freien
Weitere Auskünfte: Mitarbeiter des Ordnungsamtes Luckau geben Auskunft unter der Rufnummer 03544/59 41 32.

Im Internet gibt es weitere Infos unter www.mlur.brandenburg.de zum Thema Immissions- und Klimaschutz unter dem Suchbegriff Feuer.