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| 18:30 Uhr

Unterstützung durch Bundesprogramm
Finanzspritze für Waldstadion

 Das Waldstadion in Gehren ist eines von 186 kommunalen Projekten, die mit dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördet werden.
Das Waldstadion in Gehren ist eines von 186 kommunalen Projekten, die mit dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördet werden. FOTO: LR / Anja Brautschek
Gehren. Die Anlage in Gehren ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den modernen Standards. Unterstützung gibt es nun überraschend vom Bund. Von Anja Brautschek

Die Gebäude des Waldstadions Gehren sind in die Jahre gekommen und zu klein für die heutige Nutzung. Gästemannschaften müssen sich in einem improvisierten Container umziehen. Ein weiterer Container beherbergt sechs Duschen. „Dieser Zustand entspricht nicht mehr den aktuellen Standards“, sagt Ronny Behrendt, Vorstandsvorsitzender des SC Corona Gehren. Der Verein hat das Waldstadion seit einigen Jahren von der Gemeinde Heideblick gepachtet. Doch Unterstände, Sanitäranlagen und Versorgungsmöglichkeiten sind ihnen seit Längerem ein Dorn im Auge. Sie haben daher alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Besserung zu verschaffen.

„Wir wollen das ja nicht nur für den Verein, sondern für Gehren insgesamt“, erklärt Ronny Behrendt. Auch die Feuerwehr ist regelmäßig im Waldstadion, trainiert dort und führt erfolgreich Wettkämpfe im Feuerwehrsport durch. Für die regelmäßige Nutzung sind die vorhandenen Gebäude jedoch nicht mehr zeitgemäß. Die Gebäude wurden in den 1960er-Jahren etwa erbaut und sind veraltet und zum Teil marode. „Mit einer Sanierung könnte aus dem Waldstadion wieder eine tolle Anlage werden“, so der Vereinschef. Unterstützung für diese Idee gibt es nun vom Bund. Für das Vorhaben erhalten der Verein und die Gemeinde Heideblick als Eigentümerin der Anlage überraschend Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ in Höhe von 334 076 Euro. Das entspreche einer 90-prozentigen Förderung des ersten Bauabschnittes.

„Wir hätten nie damit gerechnet. Doch ich freue mich. Die Sportler stecken sehr viel Eigeninitiative in die Erhaltung und Pflege des Waldstadions“, sagt Heideblicks Bürgermeister Frank Deutschmann. Auch der Kreissportbund bestärkt den Verein in seiner Idee. Die Sanierung und der Ersatzneubau sollen in den kommenden Jahren in drei Bauabschnitten realisiert werden. Im ersten Teil sollen die vorhandenen Gebäude und Baracken saniert werden. Anschließend sollen Sanitäranlagen hergerichtet werden. Als letztes wird auch die Rasenfläche überarbeitet.

Für die jeweiligen Maßnahmen wurden durch ein Ingenieurbüro bereits Planungen und erste Kostenschätzungen erstellt. Die Kosten dafür hat Corona Gehren übernommen. „Wir möchten damit Flagge zeigen als Verein. Die Gemeinde möchten wir so wenig wie möglich belasten“, sagt Ronny Behrendt. Die Umsetzung des ersten Bauabschnittes soll laut ersten Kostenschätzungen rund 371 000 Euro kosten. Aufgrund der unverhofften Finanzspritze könnte das bereits im kommenden Jahr realisiert werden. Nach der Zusage der Bundesfördermittel soll das Vorhaben zeitnah vorangetrieben werden. Wann die Gemeinde den Zuwendungsbescheid erhält und welcher Umsetzungszeitraum für das Projekt vorgesehen ist, ist derzeit aber noch unklar. Am Donnerstag, 25. April, kommt Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) nach Gehren, um sich vor Ort ein Bild des Wald­stadions zu machen.

Während der Sondersitzung der Gemeindevertretung am Montag, 29. April, wird das Vorhaben noch einmal vorgestellt. Wie und wann die beiden weiteren Bauabschnitte realisiert werden können, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.