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| 11:34 Uhr

Dauerbaustelle
Licht am Tunnelende in Sicht

Die Bauarbeiten an der Bahnunterführung in Walddrehna sollten ursprünglich zum Dezember 2017 fertig gestellt werden. Seitdem rollt der Verkehr einspurig und von einer Ampel geregelt durch den Tunnel.
Die Bauarbeiten an der Bahnunterführung in Walddrehna sollten ursprünglich zum Dezember 2017 fertig gestellt werden. Seitdem rollt der Verkehr einspurig und von einer Ampel geregelt durch den Tunnel. FOTO: Anja Brautschek / LR
Walddrehna. Bauarbeiten an der Walddrehnaer Unterführung sollen bis Juni abgeschlossen sein. Von Anja Brautschek

Auch wenn sich für das Wochenende erneut ein Kälteeinbruch angekündigt hat, sind die Arbeiten an der Bahnunterführung in Walddrehna am Freitag weiter gegangen. Die Randarbeiten an den Gleisen werden fortgesetzt. Bis Mitte Juni sollen die Bauarbeiten nach derzeitigem Stand fertig gestellt werden. Das teilt Thomas Eif vom Bauamt der Gemeinde Heideblick mit.

Bis dahin stehen noch einige Arbeiten an. Durch die anhaltenden kalten Temperaturen im Winter konnte die Strabag AG als ausführende Firma bislang noch nicht die Asphaltdecke für den Gehweg durch die Unterführung aufbringen. Füßgänger müssen aus diesem Grund einen provisorisch errichteten Gehweg durch den Tunnel nutzen. Dieser ist durch Warnbaken von der Straße abgegrenzt.

Auch der Gehweg entlang der Lindenstraße ist bislang nur mit Randsteinen abgegrenzt und mit groben Schotter aufgefüllt. Das hat auch die Winterdienst-Arbeiten in diesem Bereich erschwert. „Der Winterdienst für den Gehweg ist durch die Firma Zimmermermann erfolgt. Das hat geklappt, wenn auch manchmal etwas später“, sagt Thomas Eif.

Die Straße, die zur Pilzheide, der Grundschule Walddrehna und dem Sportplatz führt, wurde bereits am 21. November 2017 für den Verkehr freigegeben. Seitdem wird der Verkehr einspurig mittels Ampelregelung durch den Tunnel geführt. „Jetzt könnte die Straße langsam fertig werden“, sagt Walddrehnas Ortsvorsteher Carsten Peters. Bereits im Sommer 2016 haben die Arbeiten für die neue Unterführung begonnen. Die Bauarbeiten in Walddrehna haben sich um rund sechs Monate verzögert, da der Bauentwurf zu Beginn der Maßnahme noch einmal umgeplant werden musste. Grund dafür war das Grundwasser sowie das Auffinden einer Altablagerung im Gebiet des jetzigen Tunnels. Durch diese Gegebenheiten musste unter anderem das Sickerbecken verschoben und näher an den Sportplatz gebaut werden. Dort stehen noch kleinere Restarbeiten an.

Auch der Abzweig der Lindenstraße wird in den kommenden Wochen asphaltiert, damit Auto- und Radfahrer den engen Kurvenbereich besser einsehen können. „Diese Stelle ist zur Zeit vor allem für Schüler und Fußgänger gefährlich, da sie dort die Straße überqueren müssen. Vielleicht wäre auch ein Spiegel an dieser Stelle sinnvoll“, macht Anwohner Bernd Mohs einen Vorschlag. Leitplanken in den Kurven sollen zusätzlich die Gefahren reduzieren. „Sonst kracht es irgendwann“, warnt auch Thomas Eif. Mit der Wahl des Gehweg-Untergrundes sind einige Bürger ebenfalls noch unzufrieden. Alle Gehwege des Ortes sind bislang gepflastert. Der neue Weg zur Pilzheide soll als einziger eine Asphaltdecke bekommen. Pflastersteine heben sich über die Jahre zwar, da der Boden arbeitet, lassen sich gleichzeitig aber auch leichter ausbessern, so die Argumentation der Anwohner. „Am Ende soll alles ja auch schick aussehen“, ergänzt Carsten Peters. Gemeinsam mit der Gemeinde und der Firma soll daher erörtert werden, ob eine Pflasterung noch möglich und umsetzbar ist.

Für die gefundenen Altablagerungen sei ebenfalls bereits ein Konzept erarbeitet worden, berichtet der Bauamts-Mitarbeiter. Für die Sicherung dieser Altablagerung ist die Gemeinde Heideblick zuständig. Sie befinden sich auf beiden Seiten hinter der Unterführung. Sie sollen auf eine Seite umgeschichtet, abgedichtet und versiegelt werden, damit mögliche Stoffe nicht in den Boden sickern können.

Der Neubau der Unterführung war durch den Bahnstreckenausbau auf Tempo 200 notwendig. Für dieses Vorhaben mussten ebenerdige Bahnübergänge geschlossen und durch Brücken beziehungsweise Unterführungen ersetzt werden. Die Gemeinde Heideblick wird zu einem Drittel an die Kosten beteiligt. Die bisherige Straße zur Pilzheide am alten Bahnübergang wird zurück gebaut. Bis zum Garagenkomplex bleibt ein Betonstreifen für die Nutzer und Entsorgungsfahrzeuge stehen.