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| 18:00 Uhr

Insgesamt sechs Neubauten geplant
Walddrehna erhält Rettungswache

Damit Rettungswagen schneller den Einsatzort erreichen, sollen insgesamt sechs neue Rettungswachen im Landkreis erbaut werden.
Damit Rettungswagen schneller den Einsatzort erreichen, sollen insgesamt sechs neue Rettungswachen im Landkreis erbaut werden. FOTO: Jörg Lantelme / Fotolia / Jörg Lantelme - stock.adobe.com
Walddrehna. Vorhaben des Landkreises soll bis Ende 2020 umgesetzt werden. Von Anja Brautschek

Bald könnte der Ort Walddrehna um eine weitere Einrichtung bereichert werden. Der Landkreis Dahme-Spreewald als Träger des Rettungsdienstes beabsichtigt, eine neue Rettungswache in dem Heideblicker Ortsteil zu errichten. Eine entsprechende Informationsvorlage wird am 2. Mai dem Kreisausschuss vorgestellt.

„Wir begrüßen das sehr. Dadurch wird sich vor allem die Situation in Schwarzenburg verbessern“, sagt Frank Deutschmann, Bürgermeister der Gemeinde Heideblick. Die Erweiterung des Rettungsdienstes ist notwendig, um die vorgeschriebenen Hilfsfristen einzuhalten. Demnach müssen Einsatzorte, die an öffentlichen Straßen gelegen sind, in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten erreicht werden.

In vielen Teilen des Landkreises konnte diese Frist jedoch bislang nicht eingehalten werden. Das ergab ein entsprechendes Gutachten von 2015, dass in den Folgejahren durch das Ordnungsamt mit den Einsatzzahlen ergänzt wurde. Nach diesem Gutachten wurden im vergangenen Jahr im Bereich der Rettungsstelle Luckau bei maximal 86,97 Prozent der Einsätze diese Hilfsfristen eingehalten.

Für die Rettungsstelle in Lübben zeichnet sich mit einer Hilfsfristeinhaltung von maximal 86,11 Prozent in 2017 ein ähnliches Bild ab. Von den derzeit zehn Rettungswachen im Landkreis wurden nur in Königs Wusterhausen und Schulzendorf die erfolderlichen Hilfsfristen in allen vier Quartalen des Jahres 2017 eingehalten.

Hinzu kommt, dass die Anzahl der Einsatzfahrten kontinuierlich angestiegen sind. 2015 waren es 34 021 Einsätze, 2017 schon 34 314. Vor allem die Zahl der Fehlfahrten hat dabei enorm zugenommen und ist im vergangenen Jahr auf 4328 angestiegen.

Insgesamt sollen in den kommenden Jahren aus diesen Gründen neben Walddrehna auch weitere Rettungswachen errichtet werden. In Planung sind derzeit sechs neue Wachen, die in den kommenden zwei Jahren errichtet werden sollen sowie die Erweiterung der Rettungswachen in Lübben und Königs Wusterhausen.

In Walddrehna soll das Vorhaben bis Ende 2020 fertig gestellt werden. „Das ist eine richtig schöne Sache und eine Aufwertung für das Dorf“, sagt Ortsvorsteher Carsten Peters. Als Standort eignen würde sich aus seiner Sicht der Platz an der Feuerwehr. Der Platz liege zentral im Ort und Rettungskräfte wären an einem Standort gebündelt. Genau Aussagen zum möglichen Standort kann der Landkreis aber noch nicht geben, wie Pressesprecherin Heidrun Schaaf auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitteilt. „Das notwendige Grundstück für die Wache in Walddrehna ist noch nicht gesichert. Die Verhandlungen über das Grundstück laufen noch“, erklärt sie.

Nach dem aktuellen Stand der Planungen sollen rund 890 000 Euro für den Bau in Walddrehna investiert werden. Entstehen soll ein Stellplatz für einen Rettungswagen sowie zwei Ruheräume für die Sanitäter. Aussagen zur personellen Besetzung der Rettungswache können noch nicht getroffen werden. Diese werden sich an den Einsatzzahlen aus dem Vorjahr orientieren.