(red/kr) In der Lieberoser Heide ist am Dienstag wieder ein Feuer ausgebrochen. Da wurden schnell die Geschehnisse des vorigen Jahres gegenwärtig, wo im Sommer rund 600 Hektar Wald vom Feuer vernichtet wurden.

Seit etwa 10.15 Uhr kämpften rund 40 Feuerwehrleute gegen ein Feuer, das sich auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern in der Lieberoser Heide ausgebreitet hatte. Der Brandherd lag zwischen Drachhausen und Klein Liebitz unweit der B 168. Die Bundesstraße musste trotz der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten nicht gesperrt werden, hieß es. Vor Ort waren 13 Löschfahrzeuge der Wehren aus Lieberose, Goyatz und Jamlitz, heißt es auf Nachfrage von der Leitstelle Lausitz in Cottbus. Gegen 13.15 Uhr kam dann die gute Nachricht: Das Feuer ist unter Kontrolle.

Anders im Landkreis Teltow-Fläming, wo weiter zwei große Brände lodern. Der Waldbrand nahe Frankenförde ist auf eine Fläche von 600 Hektar angewachsen, teilt die Kreisverwaltung mit. Er war am Montag auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog ausgebrochen und hatte sich nach Norden ausgedehnt.

Am Dienstag waren 24 Einsatzfahrzeuge mit rund 80 Einsatzkräften der Feuerwehr vor Ort, um die Flammen von Schutzstreifen oder geräumten Wegen aus unter Kontrolle zu halten. Das ist erforderlich, weil es sich zum Teil um Kampfmittelverdachtsflächen handelt. Zwei Hubschrauber der Bundes- und der Landespolizei sind zum Löschen bzw. Erkunden der Lage im Einsatz, ein weiterer Löschhubschrauber wurde angefordert. Unterstützung kommt auch von Agrargenossenschaften der Region, die Wassertanks für die Feuerwehren zur Verfügung stellen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg steht den Einsatzkräften beratend zur Seite.

Wegen der starken Rauchentwicklung werden die Anwohner betroffener Ortschaften weiterhin darum gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Freien auf das notwendige Maß zu reduzieren.

Wegen des Waldbrandes und der Löscharbeiten bleibt nach wie vor die Kreisstraße K 7218 Frankenförde und Felgentreu gesperrt.

Nach wie vor brennt es auch in der Nähe von Hennickendorf. Der dortige Brand umfasst eine Fläche von ca. 60 Hektar und ist unter Kontrolle.

Brandgeruch aus Teltow-Fläming zog am Dienstag sogar durch Cottbus und andere Orte der Lausitz. Wie Volker Tischer von der Feuerwehr in Cottbus mitteilt, haben bereits mehrere Einwohner bei der Leitstelle angerufen, um auf den Geruch hinzuweisen. Volker Tischer erläutert: „Er ließ sich schon am Montagabend bei Ortrand wahrnehmen.“ Für eine gewisse Zeit habe sich die Windrichtung leicht geändert, sodass die Intensität des Geruchs in der Cottbuser Region abnahm. „Dann schwenkte es wieder hinüber in unsere Richtung.“