„Hiermit kannst du den Keil auf dem Holz arrettieren“, erklärt Schlosser Frank Schwerin aus Lübben und deutet auf die Fußtaste am Holzspalter. Tony Friedrich will ausprobieren, wie ein solches Gerät funktioniert. Er nimmt die Steuerungsgriffe in beide Hände, schließt den Ring um das Holzstück, lässt den Fußschalter los und setzt den Edelstahlkeil in Bewegung. Zentimeter für Zentimeter dringt dieser in das rund 20 Zentimeter lange Stück eines Holzstammes. Knirschend bricht das Holz auseinander. Dann lässt der Elfjährige die Griffe des Holzspalters wieder los. Der Keil gleitet zurück in die Ausgangsposition. „Das ist ziemlich einfach“, stellt der Reichwalder fest, der mit seinem Vater zum Brennholztag gekommen ist. Frank Schwerin erläutert die Funktionsweise des elektrisch und hydraulisch betriebenen Gerätes, mit dem kräftige Baumstamm-Abschnitte zu kleinen, kamingerechten Scheiten verarbeitet werden.

„Ich will nach Heizungsalternativen schauen, bei denen ich das Holz aus meinem Wald nutzen kann“, begründet Albert Schwebel sein Interesse am Brennholztag. Eine Holzheizung wäre sinnvoll, „wenn sich das von den Kosten her gut rechnet“, fügt er an. Dann nimmt er die Motorkettensäge zur Hand und schneidet damit eine Scheibe vom bereit liegenden Kiefernstamm. 1400 Gramm beträgt die Gewichtsvorgabe für den Sägewettbewerb. Wer dem Gewicht mit seiner Scheibe möglichst nahe kommt, kann auf einen Preis hoffen, wenn er beim Stechen am Nachmittag dabei ist. Jens Fischer legt das Stück auf die Waage. „1355 Gramm“, ruft er Albert Schwebel zu. Auch Günter Eikmeier greift zur Motorkettensäge. „Aus Interesse an der Sägetechnik bin ich hergekommen“, sagt der Dahmenser. Die Neuentwicklung, mit der das Wettsägen stattfindet, sei gut. „Die Säge ist leichter, hat aber trotzdem mehr Leistung. Damit kann man schneller arbeiten“, so sein Resümee.

Durch einen Sägewettbewerb, den er im Fernsehen verfolgt habe, sei er auf die Idee mit dem Brennholztag gekommen, sagt Initiator Udo Jaworek. Am Sonntag führt er Interessenten zu seiner Heizungsanlage. Zehn Solarfelder habe er auf dem Dach installiert, „zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung“, wie er erklärt. Heizungsbaumeister Bernd Weichert aus Krossen erläutert die Funktionsweise dieser Technik in Verbindung mit einer Holz- und Kohlefeuerung.

Hans Jürgen Bretschneider aus Luckau schaut dem Spiel der Flammen im aufgestellten Kachelofen zu. „Dort passen auch größere Scheite hinein, das ist besser als im alten Kachelofen“, stellt er fest. Man könne diesen dafür nachrüsten lassen, erfährt er von Ofenbaumeister Lutz Lehmann aus Lübben.