Eilmeldung

RUNDSCHAU-Schnellcheck : Energie gewinnt mit jungem Team

| 16:30 Uhr

Bundestagswahl
Vorwürfe gegen Wahlvorstand in Golßen

Golßen. Beobachterin: Gremium für Aufgabe nicht fit

Die Bundestagswahl ist gelaufen. Am 24.September dieses Jahres haben die Bürger gewählt. Doch ist das Ergebnis auch wirklich korrekt? In Golßen (Unterspreewald) gibt es den Vorwurf, dass erhebliche Fehler während der Wahl gemacht worden sein sollen. Ute Fuchs machte darauf während der vergangenen Stadtverordnetenversammlung aufmerksam.

Die Golßenerin hatte nach eigenem Bekunden als Wahlbeobachterin in einem Wahllokal in der Kleinstadt „grobe Verstöße gegen das Bundeswahlgesetz festgestellt“. Ihr zufolge war die Wahlurne unverschlossen, der Schlüssel nicht abgezogen. „Der Wahlvorstand spielte meine Hinweise herunter“, sagt sie. „Er war völlig unmotiviert und unorganisiert.“

Ute Fuchs habe auch beobachtet, dass der Wahlvorstand Wahlscheine, „auf denen mehr Kandidaten als möglich angekreuzt wurden, einfach mitzählen wollte. Auch beschriebene Wahlscheine sollten ihr zufolge gewertet werden. „Der Wahlvorstand war nicht annähernd fit für seine Aufgabe“, so der Vorwurf von Ute Fuchs.

„Auch das Zählen der Stimmen und das Zuordnen zu den einzelnen Parteien war ein heilloses Durcheinander. Es herrschte totales Chaos im Wahllokal“, führt sie weiter aus.

Sie habe ihre Beobachtungen am Wahltag einen Tag später der Verwaltung des Amts Unterspreewald gemeldet: „Ich habe bis heute keine Antwort“, so Ute Fuchs. Sie kritisiert die Arbeit der Amtsverwaltung: „Wie arbeitet die Behörde?“, das frage sich die Golßenerin.

Wie der Amtsdirektor des Amtes Unterspreewald Jens-Hermann Kleine (CDU) dazu sagt, sei der zuständige Wahlleiter über die Vorwürfe der Wahlbeobachterin informiert worden. Die Hinweise seien auch an den Bundeswahlleiter gegangen, erklärte er weiter. Dass Ute Fuchs noch immer nicht informiert worden sei, überrascht den Verwaltungschef. Er versprach der Einwohnerin, beim Bundeswahlleiter nachzuhaken.