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| 02:42 Uhr

Vorsicht: Trickbetrüger sind wieder aktiv

Lübben. Seit Mitte der Woche ermittelt die Kriminalpolizei erneut zu versuchten Betrügereien, die im Spreewald und vorrangig im Landkreis Dahme-Spreewald angezeigt wurden. Eine 83-jährige Seniorin in Großziethen war am Mittwoch zur Mittagszeit von einer angeblichen Angehörigen angerufen, die vorgab, dringend Geld zu benötigen. red/bt

Als Begründung wurde angeführt, dass die Schließzeiten der eigenen Bank ungünstig seien und Zeitdruck vorliegt. Die Rentnerin reagierte souverän, beriet sich mit ihrem Partner. Gemeinsam erstatten sie Anzeige bei der Polizei. Nur kurze Zeit später ging bei der Polizei eine Anzeige aus Waltersdorf ein. Hier war eine 74-jährige Frau ebenfalls von einer angeblichen Angehörigen mit unterdrückter Rufnummer angerufen worden, die mehrere Tausend Euro für eine Kaution erbat. Als die Seniorin nicht wie gewünscht reagierte, wurde das Gespräch abgebrochen.

Einem Rentner in Motzen wurde telefonisch mitgeteilt, dass er zur Erlangung eines Gewinnes aus einem Glücksspiel Gebühren zu entrichten habe. Der unbekannte Anrufer verlangte, dass der Senior Geldkarten kaufen sollte, um danach die Registriernummern per Telefon anzugeben. Schließlich wurde am Donnerstagnachmittag ein weiterer Betrugsversuch angezeigt, von dem eine Frau betroffen war. Als sie auf die Forderung nach Gebühren für einen Spielgewinn nicht einging, wurde der Anrufer ihr gegenüber ausfällig, offenbar, um die Frau einzuschüchtern. "In allen Fällen kam es nicht zu Geldübergaben oder Code-Übermittlungen, dafür zu Ermittlungen der Polizei", erklärte Polizeisprecher Torsten Wendt. In diesem Zusammenhang gibt er nochmals wichtige Hinweise. Angebliche "Enkel" (Nichten, Neffen) rufen immer wieder bei älteren Bürgern an und schildern ausgedachte Notlagen, beispielsweise Autounfälle, Geldnot wegen Haus- oder Wohnungskauf, hohe Arzt- oder Anwaltskosten Sie bitten darum, in diesen schlimmen Situationen zu helfen. Dabei handelt es sich immer um finanzielle Unterstützungen in Höhe von mehreren tausend Euro. Meist werde zuerst gefragt, ob die Bargeldsumme auch sofort zur Verfügung steht. Wenn das nicht der Fall ist, sollen die älteren Mitbürger überredet werden, zur Bank zu gehen und das Geld vom Konto oder vom Sparbuch abzuheben. Dann wird erklärt, dass man persönlich nicht in der Lage ist, selbst vorbeizukommen, um das Geld abzuholen und deshalb einen guten Freund oder Bekannten schicken wird.

Davor könne sich Angerufene schützen, erklärt der Sprecher. "Am Telefon sollten keine Namen der wirklichen Enkel/Verwandten genannt und keine Auskünfte über Ersparnisse gegeben werden. Heben sie diesem Anlass kein Geld von Ihrem Konto oder Sparbuch ab", rät Torsten Wend. Angerufene sollten auf persönlicher Kontaktaufnahme bestehen, so der Sprecher weiter. "Informieren sie sich über die wirkliche Notlage bei weiteren Angehörigen. Übergeben sie niemals Geld an fremde Personen" so der Sprecher. Im Zweifelsfall die Polizei unter 110 informieren.