ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:15 Uhr

Ärger über Brummis
Vorerst bleibt es laut in Altgolßen

30 km/h für Lkw würden den Lärmpegel in Altgolßen, hier ein Foto aus einem anderen Ort, schon erheblich senken.
30 km/h für Lkw würden den Lärmpegel in Altgolßen, hier ein Foto aus einem anderen Ort, schon erheblich senken. FOTO: Wiesner
Golßen. Straßenverkehrsamt will Mitte März über Tempo 30 entscheiden.

(asd) Die Anwohner der Landesstraße L711 im Golßener Ortsteil Altgolßen müssen vorerst weiter mit dem Lärm leben, den vor allem große Lkw verursachen. Das Straßenverkehrsamt des Landkreises Dahme-Spreewald will erst Mitte März über eine Geschwindigkeitsreduzierung entscheiden. Darüber hat Hartmut Laubisch (SPD) die Stadtverordneten während ihrer Sitzung kürzlich informiert.

Golßens Bürgermeister reagierte damit auf die Petition, die ihm der Verein „Dorfgemeinschaft Altgolßen e.V.“ im vergangenen November überreicht hatte (die RUNDSCHAU berichtete). Einwohner des Gemeindeteils fordern in dem Schreiben eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer innerhalb der Ortschaft. Sie erhoffen sich davon weniger Lärm und andere Beeinträchtigungen. Durch den zunehmenden Güterverkehr komme es besonders zwischen 4 Uhr und 22 Uhr zu sehr starker Lärmbelästigung und zu Erschütterungen in den Wohnhäusern entlang der Dorfstraße, die Teil der Landesstraße 711 ist.

Hartmut Laubisch kennt das Problem: „Vor allem die unbeladenen Lastwagen machen einen unerträglichen Lärm während der Ortsdurchfahrt“, so der Bürgermeister. Er hofft deshalb, dass „das Straßenverkehrsamt der Geschwindigkeitsreduzierung auf 30km/h zustimmt“. Eine andere Lösung wäre, dass der Landesbetrieb für Straßenwesen den schlechten Zustand der Dorfstraße in Altgolßen beseitigt. Die Straße werde den Anwohnern zufolge seit Jahren nur sporadisch und dann auch noch mangelhaft repariert, wodurch Unebenheiten entstehen - eine Ursache für den Lärm, wenn Lkw darüber donnern.

Eine Besserung ist nicht in Sicht. „Der Landesbetrieb hat uns mitgeteilt, dass er derzeit weder Geld noch Kapazitäten hat, um den schlechten Zustand der Dorfstraße in Altgolßen zu beheben“, sagt der Bürgermeister.

Die Dorfgemeinschaft im Gemeindeteil erhalte einen entsprechenden Zwischenbericht und demnächst auch die Entscheidung des Straßenverkehrsamts über die geforderte Geschwindigkeitsreduzierung.