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| 01:03 Uhr

Vier weitere Ortsbürgermeister in Heideblick gewählt

Heideblick.. Am Donnerstagabend trafen sich in der Gemeinde Heideblick erneut vier neue Ortsbeiräte zu ihren konstituierenden Sitzungen nach der Kommunalwahl. In Falkenberg wurde mit Steffen Beier, Hardy Pohl und Mario Stabenow ein völlig neues Teams in dieses Gremium gewählt. Nicole <br> Freyler und Andreas Staindl

Einigkeit herrschte unter den neuen Beiratsmitgliedern darüber, wer in der nächsten Legislaturperiode das Amt des Ortsbürgermeisters bekleiden soll. Das Votum fiel eindeutig zugunsten von Steffen Beier aus - der 23-Jährige hatte auch bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen erhalten.
Beier ist der bislang jüngste Ortsbürgermeister in der Gemeinde Heideblick. Ihm wird Mario Stabenow als Stellvertreter zur Seite stehen.
Die Mitglieder des alten Ortsbeirats um Bürgermeister Rittmann sagten ihren Nachfolgern ihre Unterstützung zu. Ihre Arbeit will Steffen Beier fortführen. „Falkenberg ist Programmdorf der Dorferneuerung. Wir müssen uns bemühen, rauszuholen, was rauszuholen ist“ , beschrieb Beier seine Vorhaben. Eines der nächsten Projekte sei Begrünung und Befestigung des Geländes um das Gemeindehaus. „Außerdem liegt mir daran, dass die Einwohner etwa bei Arbeitseinsätzen zum Wohle des Ortes aktiv werden. Ich möchte die Jugendarbeit fördern und dafür sorgen, dass ein Gemeindefest stattfinden kann“ , so Beier.

Altes Team in Wüstermarke
In Wüstermarke bleibt hingegen ein eingespieltes Team am Ruder. Mit Norbert Zittlau, Detlef Borch und Ute Hönicke ist der neue Ortsbeirat auch der alte. Ohne Diskussion wurde er bisherige Ortsbürgermeister Norbert Zittlau im Amt bestätigt. Zittlau, der bei der Kommunalwahl außerdem in die Heideblicker Gemeindevertretung und in den Kreistag gewählt wurde, nahm die Wahl zum Ortsbürgermeister an, bat aber Ute Hönicke und Detlef Borch, der zu seinem Stellvertreter bestimmt wurde, angesichts seiner erweiterten Pflichten um ihre engagierte Mitarbeit und Unterstützung. „Im Ortsbeirat möchten wir uns dafür einsetzen, dass in Wüstermarke alte Traditionen wie etwa das Zempern erhalten bleiben, und wir wollen die Dorfgemeinschaft pflegen“ , sagte Norbert Zittlau nach der Sitzung gegenüber der RUNDSCHAU. „Wir werden auch weiter an dem Problem Bahnübergang dranbleiben und darauf drängen, dass endlich etwas geschieht. Der Zustand ist für eine Bundesstraße unhaltbar, und die Belästigungen sind für die Anwohner unzumutbar. Außerdem möchten wir, dass Wüstermarke Förderdorf im Dorferneuerungsprogramm wird. Dann könnten zum Beispiel die Gehwege ausgebaut und die Oberfläche der Dorfstraße saniert werden“ , so der Ortsbürgermeister.

Frauen übernehmen die Macht
In Bornsdorf und Weißack übernehmen in Zukunft die Frauen Verantwortung. In beiden Ortsteilen der Gemeinde Heideblick stehen sie an der Spitze der neuen Ortsbeiräte. Gewählt wurden die zur Kommunalwahl. Jetzt bestimmten sie aus ihrer Mitte die Ortsbürgermeister.
Einwohner interessierten sich in beiden Orten nicht für die konstituierenden Sitzungen. Dabei sind für Bodo Lott „die Ortsbeiräte das wichtigste Gremium in der neuen Gemeinde. Hier müssen Gedanken entwickelt und eingeleitet werden. Die große Gemeindevertretung kann das nicht leisten“ , so der Bürgermeister. In Bornsdorf (351 Einwohner) besteht der Ortsbeirat nur aus zwei Leuten; vier hatten kandidiert. Doch Christa Wilks erhielt so viele Stimmen, dass sie zwei Plätze im Ortsbeirat hätte besetzen können. Daniel Kläge sicherte sich den „dritten“ Platz. „Ich bin überrascht, dass mich so viele Bürger gewählt haben“ , sagte die bisherige Bürgermeisterin der Gemeinde Berstequell. Die Kehrseite der Medaille: Sie könnte mit ihrer Stimmenzahl zwei Sitze besetzen. Reiner Schulze arbeitet deshalb „nur“ als berufener Bürger im Ortsbeirat mit.
Dem steht mit Christa Wilks eine ganz erfahrene Kommunalpolitikerin vor. „Ich werde den Ortsbeirat so führen, dass die Bornsdorfer zufrieden sind“ , verspricht die neue Ortsbürgermeisterin. So sollen etwa die Dorferneuerung weitergeführt, aber auch kleine Dinge nicht aus den Augen verloren werden.
„Mein Herzenswunsch ist eine gute Atmosphäre im Ort“ , so Christa Wilks. Glücklich ist sie, „dass sich mit Daniel Kläge ein junger Bürger zur Wahl stellte“ . Der 23-Jährige Metallbauer ist im Sportverein und der Feuerwehr engagiert und seit Donnerstag stellvertretender Ortsbürgermeister von Bornsdorf, inklusive der Gemeindeteile Trebbinchen und Grünswalde.
In Weißack (183 Einwohner) gibt es einen dreiköpfigen Ortsbeirat. Mit Edda Vogel steht als Ortsbürgermeisterin auch hier eine Frau an der Spitze. Für sie ist es das erste Ehrenamt in der Kommunalpolitik, wie auch für ihren Stellvertreter Wolfgang Hegewald. „Neue Kräfte sind nicht verkehrt, bringen sie uns doch aus altem Fahrwasser heraus“ , stärkt Bodo Lott das Führungsduo. Rainer Oehme komplettiert das Trio und sagt: „Wir möchten, dass die Weißacker zueinander finden. Wir waren früher aktiv und werden es auch künftig sein.“ Edda Vogel setzt auf das Gespräch mit den Bürgern. Einmal pro Monat bietet die neue Ortsbürgermeisterin eine Sprechstunde an. „Damit auch Leute Gehör finden, die sich in der Öffentlichkeit nicht trauen“ , begründet sie.