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| 14:18 Uhr

Sammler und Trödler unter sich
Viel Platz und entspannte Atmosphäre

 Der Wiesentrödel in Drahnsdorf war Pfingstsonntag gut besucht. Heike und Cindy Ullmann (v.r.) aus Freileben gefiel die entspannte Atmosphäre.
Der Wiesentrödel in Drahnsdorf war Pfingstsonntag gut besucht. Heike und Cindy Ullmann (v.r.) aus Freileben gefiel die entspannte Atmosphäre. FOTO: Birgit Keilbach
Drahnsdorf. Wiesentrödelmarkt in Drahnsdorf ist seit zehn Jahren bei Hobbytrödlern und Besuchern sehr beliebt. Von Birgit Keilbach

Gemütlich bummeln, nach Schätzchen aus früherer Zeit gucken, Bekannte treffen, feilschen, kaufen und entspannt Spaß haben, so lässt sich die Atmosphäre beim Wiesentrödel in Drahnsdorf beschreiben. 30 Trödler haben am Pfingstsonntag ihre Stände auf der Wiese am ehemaligen Drahnsdorfer Sportplatz aufgebaut.

Was in Keller, Küche, Scheune und Garage oder auf dem Dachboden schon lange herum gelegen hat, haben sie zusammengetragen und auf den Tischen vor ihren Fahrzeugen ausgebreitet. Historisches findet sich ebenso wie Praktisches und Nippes. Kindersachen, Spielzeug, Fahrräder, alte Mopeds, Bücher, Schallplatten, ausrangierte Küchengeräte, Elektroartikel, Geschirr und vieles mehr lässt sich entdecken.

Cindy Ullmann und ihre Mutter Heike aus Freileben sind erstmals dabei und vom Wiesentrödel angetan. „Er ist gut organisiert, das Auto hat Platz hinterm Stand, es kommen viele Besucher und für Essen und Trinken ist auch gesorgt“, zählt Heike Ullmann auf. Tochter Cindy hatte sie vor einigen Jahren mit dem Trödelvirus angesteckt. Sie begann mit dem Trödeln von ausrangierten Dingen aus dem Haus, „weil ich Geld für die WG brauchte. Uns macht es Spaß, ein bisschen zu feilschen und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen“, sagt die junge Hobbytrödlerin.

Matthias Grunert aus Schönwalde war schon öfters beim Wiesentrödel. „Sie machen das hier immer ganz entspannt und übersichtlich. Es gibt viele alte Sachen von Haus und Hof vom Anfang des 20. Jahrhunderts.“ Denn im Unterschied zu den größeren Märkten in den Städten kämen viele private Trödler.

Annika Maaß aus Sellendorf hat schon Blumentopf, Hocker und einen alten Zinkeimer ertrödelt. „Mir gefallen die schönen alten Dinge und die Atmosphäre hier. Man kommt ins Gespräch und lernt neue Leute kennen.“

Conny Hoffmann und seine Frau Carola hatten vor zehn Jahren die Idee zum dörflichen Trödelmarkt auf der eigenen und den zwei Nachbarwiesen hinterm Haus. Die Resonanz sei von Anfang an gut gewesen und so habe sich der Wiesentrödel etabliert. „Es gibt Händler, die kommen schon zehn Jahre lang“, sagt Conny Hoffmann.

Philipp Jung zählt dazu. „Hier ist eine andere Atmosphäre als in der Stadt, es ist ein schönes Ambiente und immer entspannt“, sagt der Schönwalder. Unterstützt werden die Organisatoren jedes Jahr vom Michael-Schumacher Fanclub des Dorfes. „Wir sorgen für Speisen und Getränke und helfen beim Aufräumen“, sagt Vereinschef René Lukaschewski.

 Der Wiesentrödel in Drahnsdorf war am Pfingstsonntag gut besucht. Heike und Cindy Ullmann (v.r.) aus Freileben gefiel die entspannte Atmosphäre.
Der Wiesentrödel in Drahnsdorf war am Pfingstsonntag gut besucht. Heike und Cindy Ullmann (v.r.) aus Freileben gefiel die entspannte Atmosphäre. FOTO: Birgit Keilbach