Gerd Schmidt-Eichstaedt und Bernhard Weyrauch vom Berliner Planungsbüro „Plan & Recht“ haben den Entwurf während der vergangenen Ausschusssitzung vorgestellt. Ziel ist es laut Verwaltungschef, gemeinsam mit den Gemeinden des Amtes eine Stellungnahme zu erarbeiten. Der Amtsausschuss lehnt die Fläche östlich der Autobahn ab. „Wir wollten den bestehenden Windpark Waldow optimieren und um maximal zwei Windkraftanlagen erweitern, auf keinen Fall aber eine größere Fläche ausweisen “, so Schönwalds Bürgermeister Roland Gefreiter (parteilos). „Wenn die zusätzliche Eignungsfläche östlich der Autobahn doch festgelegt wird, bekommen wir große Probleme mit unseren Einwohnern.“ Das sah Berstelands Bürgermeister Manfred Mietusch (CDU) genauso: „Wir sind dem Willen unserer Bürger verpflichtet. Wenn der Regionalplan in dieser Form genehmigt wird, entsteht hier mit den Eignungsflächen in Waldow, Schönwalde und der benachbarten Dubener Platte ein Mammut-Windkraftgebiet in der Lausitz.“ Manfred Mietusch hält die Fläche östlich der Autobahn deshalb „für absolut ungeeignet“.

Auch der Ausschussvorsitzende Rainer Kleemann stimmte diesem Eignungsgebiet nicht zu: „Ich vertrete unsere Bürger und die wollen keine weiteren Windräder. Erst recht nicht in diesem sensiblen Gebiet.“ Roland Gefreiter kündigte für den Fall an, dass ein neuer Windpark tatsächlich auf der anderen Autobahnseite entsteht, „alle Rechtsmittel einzulegen“.

Ebenfalls sprachen sich die Mitglieder des Amtsausschusses gegen den Umfang der geplanten Erweiterung des Windparks Waldow nach Süden aus. „Wir haben eine maßvolle Erweiterung nach Süden vorgeschlagen“, sagte Rainer Kleemann. „Die jetzt geplante Fläche haben wir so nicht gewollt.“

Mit der Eignungsfläche „Staakow Ost“ hätten die Staakower kein Problem, sagte Ortsvorsteherin Barbara Quitt. Manfred Mietusch hingegen ärgerte, dass überhaupt neue Flächen ausgewiesen wurden: „Warum reicht den Planern nicht das bestehende Windeignungsgebiet?“ Bauamtschefin Michaela Schudek erklärte dazu: „Weil es Strategie der Landesplaner ist, nicht noch mehr Leute in Brandenburg wegen Windkraftanlagen zu verärgern, sondern bestehende Gebiete weiter auszubauen.“

Nach Ansicht von Kleine wird „das Amt Unterspreewald die Energiestrategie des Landes bis 2020 mehr als erfüllt haben. Wir können unseren Bürgern nicht noch mehr Windräder zumuten.“ Der Verzicht auf die „Spiegelung“ und die maßvolle Erweiterung nach Süden sollen jetzt in der Stellungnahme des Amtes Unterspreewald berücksichtigt werden. Andreas Staindl