Die Stadt Dahme verliert in wenigen Wochen eines ihrer Wahrzeichen. Die 250 Jahre alte Linde vor der Kirche in der Geschwister-Scholl-Straße muss gefällt werden. Das teilt der Landkreis Teltow-Fläming mit. „Das Naturdenkmal ist leider nicht mehr zu retten“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Landkreis habe sich um den Baum gekümmert. Erst im Juni musste erneut ein großer, abgestorbener Ast festgestellt werden. Außerdem gab es Hinweise, dass der Baum bei Wind Geräusche erzeugt – bedingt durch den Riss am Stamm. Darüber hinaus habe die Linde zahlreiche Vorschäden. So befinden sich im und am Stammfuß eine offene Höhlung und zahlreiche Pilzfruchtkörper. Der Baum klingt auf zwei Drittel des Umfangs hohl und hat zwei Längsrisse, die zum Teil bis zum Kronenansatz reichen.

Gutachterbüro untersuchte Dahmer Linde

Angesichts dieser Problematik beauftragte der Landkreis ein Gutachterbüro, das die Verkehrssicherheit der Linde erneut untersuchte. Die Experten kamen zu einem abschlägigen Urteil und gehen von einer akuten Umsturzgefahr aus. Die Linde steht unmittelbar an der Straße und in der Nähe von Häusern. Deshalb, so ihr Urteil, muss innerhalb von drei bis vier Wochen gehandelt werden. Möglich wären eine radikale Einkürzung, bei der ein Torso ohne Laub von bis 9 Metern erhalten bliebe, oder eine Fällung. Der Landkreis hat sich auf Grund des Standortes und der von der Linde ausgehenden akuten Gefahr für die Verkehrssicherheit für eine Fällung entschieden. Sie wird artenschutzrechtlich begleitet. Das Amt Dahme/Mark wird eine Fachfirma beauftragen.
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