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| 18:03 Uhr

Windpark Dubener Platte
Gegenwind für Repowering

Im Windpark Dubener Platte bereitet die Firma UKA gegenwärtig das Repowering vor. ⇥Archivfoto: Christian Köhler
Im Windpark Dubener Platte bereitet die Firma UKA gegenwärtig das Repowering vor. ⇥Archivfoto: Christian Köhler FOTO: Christian K“hler
Luckau. Geplante höhere Anlagen im Windpark Dubener Platte sorgen für Unmut im Hauptausschuss. Von Anja Brautschek

Aus 19 mach 15: So lautet im Wesentlichen das Vorhaben der UKA Cottbus Projektentwicklung GmbH für den Windpark Dubener Platte. Im Rahmen des Repowerings sollen 19 Windkraftanlagen in den Gemarkungen Schiebsdorf, Niewitz und Kaden zurückgebaut und durch 15 moderne Anlagen ersetzt werden. Einen entsprechenden Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes hat der Hauptausschuss der Stadt Luckau am Dienstagabend diskutiert. Darin geht es in erster Linie um die Windkraftanlagen der Gemarkung Kaden.

Diese sollen im Zuge des geplanten Repowerings halbiert werden. Damit hat die UKA ihre Planungen, die erstmals vor einem Jahr in Luckau vorgestellt wurden, noch einmal angepasst. Zunächst war beabsichtigt, die beiden Windkraftanlagen bei Kaden durch zwei neue zu ersetzen. Nun sieht das Repowering nur noch den Bau einer neuen Anlage vor.

Dennoch stößt das Vorhaben auf Kritik. „Nur wenn sowohl für die Kommune als auch die Bürgerschaft etwas rauszuholen wäre, könnte man darüber sprechen“, sagte Harry Müller (UWG/FDP). Als wichtige Voraussetzung für das Repowering sehe er einen geldlichen Reinertrag und die bedarfsgerechte Nachtkennzeichung der Anlagen, die aus seiner Sicht für die gesamte Dubener Platte zu verhandeln wäre.

Durch die moderne Technologie schaltet sich die Befeuerung der Windkraftanlagen, also die Warnlichter, in der Nacht nur bei Annäherung eines Flugzeuges oder Hubschraubers ein. Damit können visuelle Beeinträchtigungen für Anwohner eingedämmt werden. Bürgermeister Gerald Lehmann warnte jedoch vor dieser Denkweise. „Wenn wir unsere Zustimmung von finanziellen Forderungen abhängig machen, sind wir gekauft. Da mache ich nicht mit“, sagte er. Die Stadt Luckau profitiere immerhin bereits von Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windpark. Zudem erhält die Stadt für die beiden vorhandenen Anlagen in der Gemarkung Kaden rund 2500 Euro jährlich.

Selbst wenn die Stadt gegen das Repowering stimmt, entstehen dennoch in der Nachbarschaft die geplanten, neuen Anlagen. Sowohl die Gemeinde Kasel-Golzig für Schiebsdorf als auch die Gemeinde Niewitz haben dem Vorhaben von UKA bereits zugestimmt und werden die Bebauungspläne dementsprechend ändern. Dabei handelt es sich nicht um die Erweiterung des Windparks, sondern um den Ersatz alter Anlagen durch modernste Standards – also das Repowering.

Allerdings sollen die neuen Anlagen den Planungen zufolge eine Gesamthöhe von 240 Metern erreichen. Damit ragen die neuen Windräder rund 100 Meter weiter in den Himmel als bisher.

Thomas Brokmeier (Luckau Land/Grüne) fragte deshalb, ob die höheren Anlagen auch einen Einfluss auf das Tiefluggebiet haben werden. Aus den Erfahrungen des Bauamtes heraus werde dies jedoch kaum Auswirkungen haben. Bauliche Veränderungen haben laut Bauamts-Mitarbeiter Lutz Borner in der Vergangenheit in der Regel zu einer Anpassung des Tieffluggebietes nach oben geführt.

Die Änderungen des Bebaunngsplanes Dubener Platte sollen in der nächsten Stadtverordnetenversammlung erneut diskutiert und anschließend entgültig darüber entschieden werden. Der Hauptauschuss zeigte sich trotz intensiver Diskussionen uneinig. Nur vier Mitglieder stimmten dem Vorhaben zu, zwei waren dagegen und drei Mitglieder enthielten sich.