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| 16:55 Uhr

Tschernobylhilfe
Zur Römerparty ein Gast aus Potsdam

Dahme. Ehrenamtlicher Arbeitkreis erwartet zum 27. Mal Tschernobylkinder für drei Wochen  zur Erholung in Dahme.

13 Kinder und zwei Betreuer aus der Tschernobylzone werden im Juni zu einem dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in Dahme erwartet. Im 27. Jahr organisiert ein ehrenamtlicher Arbeitskreis diese Ferienwochen für Jungen und Mädchen aus Weißrussland. „Die Hilfe wird immer noch gebraucht. Viele Kinder leiden als Folge des Reaktorunglücks unter Schilddlrüsenerkrankungen und anderen gesundheitlichen Schäden“, sagt Arbeitskreis-Mitglied Monika Petras.

Sie war schon oft Gastmutter und ist mehrfach in dem weißrussischen Dorf gewesen, aus dem einige der Kinder kommen. Ihr erster Gastsohn Andrej ist inzwischen Familienvater, er hat studiert und wurde Lehrer. „Es macht stolz, zu sehen, wie die Kinder ihren Weg gehen“, sagt sie.

Im Dezember war Monika Petras unter den Ehrenamtlichen, die von Ministerpräsident Dietmar Woidke in Potsdam ausgezeichnet wurden. Bei der Gelegenheit sei sie mit Staatssekretär Hendrik Fischer aus dem Wirtschaftsministerium ins Gespräch gekommen und habe ihn eingeladen, sich die Tschernobylhilfe vor Ort anzusehen. Für den 19. Juni hat sich der SPD-Politiker angesagt. Er wird dann in der Schlossruine eine spektakuläre Römerparty miterleben, die Akteure aus Mittelalter-Vereinen gemeinsam mit den Kindern gestalten. Ritterkämpfe inklusive.

Daneben sind für den Aufenthalt viele weitere Angebote vorbereitet. Baden in der Fläming-Therme Luckenwalde, ein Ausflug nach Berlin, Nachmittage beim Heimatverein in Mehlsdorf und beim Dorfclub in Schöna zählt Monika Petras unter anderem auf.

An den Wochenenden werden die Kinder von Gastfamilien betreut. In der Woche wohnen alle in der Pension Born in Dahme, wo sie sich morgens das Frühstück zubereiten. Frisches Obst, im Juni besonders gern Erdbeeren sowie selbst gemachte Marmeladen und andere gesunde Kost von heimischen Gärten und Höfen sei dafür willkommen, sagt Monika Petras. Auch gut erhaltene Bekleidung und Schuhe für die Kinder würden gern genommen. Mit dem Abgeben sollten Spender jedoch warten, bis die Gäste da sind, bittet sie.