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Trinkwasser in Walddrehna weiter unter der Lupe

Das Wasserwerk in Schwarzenburg ist seit einigen Jahren außer Betrieb. Als das Wasser hier noch gefördert wurde, war es klarer, sagen die Anwohner.
Das Wasserwerk in Schwarzenburg ist seit einigen Jahren außer Betrieb. Als das Wasser hier noch gefördert wurde, war es klarer, sagen die Anwohner. FOTO: dfh
Walddrehna. Die Trinkwasserqualität in Walddrehna, Wehnsdorf und Schwarzenburg wird weiterhin regelmäßig kontrolliert. Darüber informiert der Geschäftsbesorger des Luckauer TAZV, die Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft (DNWAB), auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Daniel Friedrich

Hintergrund sind immer noch anhaltende Verfärbungen des Trinkwassers, die vor allem aus Walddrehna von Anwohnern gemeldet werden. "Die Situation hat sich etwas verbessert. Dennoch hat das Wasser einen leichten Braunstich, der sich beispielsweise nach dem Baden am Badewannenrand bemerkbar macht", berichtet Remo Schütze aus dem Ortsvorstand. Ähnlich äußern sich Bürger aus Wehnsdorf. In Schwarzenburg gäbe es zudem zeitweise Druckprobleme.

Wie Eckhard Wolter vom DNWAB sagt, seien durch die intensiven Spülungen im Sommer starke Eisenablagerungen ausgetragen worden. "Die Grenzwerte werden entsprechend der Trinkwasserverordnung nicht mehr überschritten." Dennoch wisse er von Beschwerden einiger Bürger, die mit der Wasserqualität nicht zufrieden seien: "Das Wasser kommt seit der Schließung des Werkes Schwarzenburg aus Schollen. Dort herrschen andere geologische Bedingungen, sodass der Trübungs- und Färbungsgrad ein anderer als vorher ist." Die Abschaltung des alten Wasserwerkes aus wirtschaftlichen Gründen sei jedoch eine demokratische Entscheidung gewesen, die die Vertreter des TAZV beschlossen hätten.

Künftig finden an mehreren Stellen alle zwei Monate Messungen des Trinkwassers statt. Je nach Ergebnis werden die Spülpläne angepasst, so Eckhard Wolter. Zudem müssten zehn bis 15 Hausanschlüsse ausgetauscht werden. "Sie bestehen teils aus über 30 Meter langen Stahlrohren, die maßgeblich mitverantwortlich für die Ablagerungen sind." Weiter gehen die Wasserexperten davon aus, dass auch Ausfällungen durch die zeitweilige Förderung von Rohwasser in den 1980er-Jahren ein Grund für die markanten Qualitätseinschränkungen waren. Diese seien durch die Fließrichtungsänderung zum Vorschein gekommen.