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| 17:42 Uhr

Konzert
Entführung aus der Welt des Alltags

Heiner Frauendorf am Akkordeon und  Tino Eisbrenner an der Gitarre begeistern das Publikum in der Luckauer Kulturkirche.
Heiner Frauendorf am Akkordeon und Tino Eisbrenner an der Gitarre begeistern das Publikum in der Luckauer Kulturkirche. FOTO: Benjamin Wepprich
Luckau. Tino Eisbrenner begeisterte am Sonntag in der Luckauer Kulturkirche. Von Benjamin Wepprich

Der Rockpoet und Lyriker Tino Eisbrenner begeistert am Sonntag in der Luckauer Kulturkirche seine Zuhörer. Gut gelaunt betritt der ehemalige Sänger der DDR-Rockband Jessica die Bühne im Klostersaal, um mit seinen deutschen Texten die Zuhörer ein Stück aus ihrer Alltagswelt zu entführen.

„Luckau liegt passend auf dem Rückweg von Berlin nach Dresden oder von Dresden nach Berlin“ steigt der Sänger ein und hat auch schon die ersten begleitenden Geschichten zu seinen Liedern parat.

Mit Gitarre und unter der musikalischen Begleitung von Heiner Frauendorf am Akkordeon fängt er die Stimmung für seine Darbietung passend ein.

Auf inzwischen 17 Alben bringt es der sympathische Mitfünfziger – der sich laut seines beruflichen Werdeganges scheinbar wenig festlegen möchte. Gefeierter Rockstar, Moderator, Schauspieler und zuletzt Musiklehrer an einer Grundschule in seiner Heimat in Mecklenburg-Vorpommern gehören zum bemerkenswerten Portfolio seiner Laufbahn.

Texte, die zum Nachdenken anregen, aus vielen Lebenslagen und Alltagsgeschichten, autobiografisch untermauert, gehören zum Programm des Künstlers. Dabei bedient er sich aus allerlei „Liederkisten“: „Ich habe angefangen, Lieder in unsere Sprache zu holen. Man greift sich Stücke aus einer anderen Welt und guckt ob die Texte Relevanz für meinen Alltag und unsere Gesellschaft haben“ sagt der Songpoet.

Rund zwei Stunden dauert die musikalische Reise von Geschichten um Lieder und Liedern um Geschichten. Mal etwas melancholisch, dann wieder in kleinen Passagen stimmungsreich zum Mitsingen animierend. „Ich kenne Tino von früher und seine ersten eigenen Alben. Leider sieht man ihn viel zu selten live“ äußeren sich zwei sichtlich begeisterte Fans aus Herzberg. „Vor acht Jahren waren wir auch schon zu seinem Konzert hier in der Kulturkirche. Schade, dass dieses Mal nur wenige Leute hier her gefunden haben. Wir fanden es toll, und unsere Erwartungen wurden voll erfüllt.“

Nach Abschluss des Konzerte nimmt sich Eisbrenner noch genügend Zeit für persönliche Gespräche mit seinem Publikum und zum Signieren von Alben. „Die Pflege der deutschen Sprache liegt mir am Herzen, und wir haben hier heute massenhaft neue Texte von unseren letzten Alben präsentiert“, philosophiert Tino Eisbrenner. „Es ist schon toll, all diese Gefühle in Liedern zu verpacken. Manchmal spiele ich auch gerne ältere Lieder in einer anderen Version, da stauen die Zuhörer auch schon mal.“