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Thema Sicherheit in der Neuen Galerie Wünsdorf

"Die Sau ist los" ist ebenfalls unter den ausgestellten Werken.
"Die Sau ist los" ist ebenfalls unter den ausgestellten Werken. FOTO: Lehmann
Wünsdorf. "I'm safe" – so heißt es ab dem heutigen Sonnabend in der Neuen Galerie Wünsdorf. Der Titel verweist auf die Einträge bei Facebook, mit der Nutzer nach Katastrophen mitteilen können, dass es ihnen gut geht, dass sie in Sicherheit sind. red/SvD

In einem Projekt des Vereins Die Schlachten beschäftigten sich mehr als 20 Künstler mit dem vielschichtigen Thema Sicherheit in allen Bereichen des Lebens. Bilder, Fotografien, Videos, Objekte, Installationen, Performances mit Tanz und Musik sind die Medien, die die Akteure für ihre Interpretation des Themas gewählt haben. Die Ergebnisse sind vom 9. September bis zum 8. Oktober 2017 (donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr) in der Galerie in der Gutenbergstraße 1 in Wünsdorf zu sehen. Das teilt Teltow-Flämings Kreissprecherin Heike Lehmann mit.

So befragte zum Beispiel die Potsdamer Künstlerin Beret Haman Wünsdorfer Bürger danach, ob sie sich sicher fühlen und hielt die Ergebnisse in Text und Fotografie fest. Chris Avis aus Großbritannien produzierte ein Video in dem sie der Frage nachgeht: Ist es sicher, zu träumen? Die Bilder des Schotten Andrew Gilbert beinhalten das Thema Kolonialismus, Rassismus und Militarismus, einem Grund für heutige Probleme. Khadija Tnana aus Marokko fühlte sich als Gastkünstlerin auf Schloss Wiepersdorf so sicher, dass sie nicht wie vorgesehen zum Thema Terrorismus arbeitete, sondern sich tanzend darstellte. "Bark and Butterflies" heißt die Installation von Andrian Palka und Wolfram Spyra, inspiriert von einer Reise nach Sibirien auf den Spuren von Gulag-Exilanten. Im Kontext zu einem Text des Autoren Bruce Chatwin stehen die Bilder der Aborigines-Künstlerinnen Peggy Griffiths und Ju Ju Wilson.

Künstlerische Leiterin des Projekts ist Emily Pütter aus Oehna, die sich auch mit dem Aussterben von Tieren und Pflanzen beschäftigte.

Musiker und Performer, die für das Projekt arbeiteten, werden ihre Ergebnisse im Anschluss an die Vernissage am 9. September und zur Finissage am 7. Oktober jeweils ab 17 Uhr im Wünsdorfer Bunker zeigen. Außerdem gibt es dort Kurzlesungen und Installationen.