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| 13:48 Uhr

Aussteller auf der Grünen Woche
Testfeld Grüne Woche für Brennerei

  Annette Diebow präsentiert Erzeugnisse der Brennerei Sellendorf GmbH. 13 verschiedene Sorten nimmt die Geschäftsführerin mit nach Berlin .
Annette Diebow präsentiert Erzeugnisse der Brennerei Sellendorf GmbH. 13 verschiedene Sorten nimmt die Geschäftsführerin mit nach Berlin . FOTO: Andreas Staindl
Sellendorf. Königspaar präsentiert die Sellendorfer Brauerei in Berlin. Von Andreas Staindl

  Die Brennerei Sellendorf GmbH in Sellendorf (Unterspreewald) ist Stammgast der Grünen Woche. Der kleine Familienbetrieb in der Gemeinde Steinreich ist in diesem Jahr zum 25. Mal dabei. „Die internationale Messe ist für uns eine ganz wichtige Veranstaltung“, sagt Annette Diebow. „So viel direkten Kundenkontakt wie dort haben wir sonst nicht. Das zahlt sich aus.“ Die Geschäftsführerin verweist weniger auf die finanziellen Einnahmen, sondern viel mehr auf die Möglichkeit, neue Sorten des Betriebs zu testen, aber auch zu schauen, ob bewährte Produkte noch ankommen. „Wir hören sehr genau hin, nehmen, wenn nötig, auch Veränderungen vor.“ Der im vergangenen Jahr erstmals präsentierte Eierlikör war zahlreichen Besuchern zu scharf. „Wir haben darauf reagiert und die Rezeptur entsprechend geändert“, sagt Annette Diebow. „Ich bin sehr gespannt, wie unser Eierlikör diesmal ankommt.“

Das süffige Getränk haben die Sellendorfer Brenner gemeinsam mit der Landkost-Ei GmbH in Bestensee im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald auf den Markt gebracht. Der Eierlikör kann während der Grünen Woche an beiden Ständen probiert und  gekauft werden.

Der Familienbetrieb kooperiert mit anderen Unternehmen, schärft aber auch sein eigenes Profil. Mit einer einzigen Sorte sind die Sellendorfer Brenner vor 25 Jahren während der Grünen Woche gestartet. Inzwischen sind 13 Sorten im Angebot. „Wir haben für jede Generation und jeden Geschmack etwas dabei“, sagt die Geschäftsführerin.

Auch der „Sellendorfer Korn“ ist mit im Gepäck. „Er war schon vor 25 Jahren ein Renner. „Mit mildem Korn den Einstieg gewagt“ hieß eine Schlagzeile damals in der Presse. Der Hochprozentige kam schon vor einem Vierteljahrhundert gut an und erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. „Er ist unsere meist verkaufte Sorte“, erzählt die Chefin.

Anders als während früherer Messen hat sie diesmal keine Neuheiten dabei, sich zudem auch nicht um eine Auszeichnung beworben. Stillstand heißt das aber noch lange nicht. „Wir arbeiten ständig an der Qualität unserer Produkte – am Getränk selbst, auch an der Verpackung und den Etiketten.“

Die Grüne Woche ist für die Brennerei so etwas wie ein Testfeld. „Ich bin sehr froh über diese Möglichkeit“, sagt Annette Diebow. „Die Meinungen der Besucher sind uns sehr viel wert. Sie helfen, dass wir uns weiterentwickeln und verbessern können.“ Über Zuspruch für ihre Produkte konnte sie sich bisher nicht beklagen. „Zahlreiche Besucher trinken erst ein Schnäpschen an unserem Stand und beginnen dann ihren Messerundgang. Ich freue mich schon wieder auf die zahlreichen Stammkunden, aber auch auf Besucher, die unsere Produkte zum ersten Mal probieren.“

Die Sellendorfer Schnapsbrenner feiern diesmal eine ganz besondere Premiere. Erstmals präsentiert ein Königspaar das Familienunternehmen im Unterspreewald in Berlin. Natalie und Franz werden vom 20. bis 22. Januar dieses Jahrs auf Produkte der Brennerei aufmerksam machen. Sie ist die Tochter der Brennerei-Chefin, er deren Freund. Das Kornkönigspaar ist mit Sicherheit ein Hingucker in den Messehallen. „Es gibt nicht viele Königspaare, die Unternehmen oder Regionen präsentieren“, sagt Annette Diebow. Sie setzt weiter auf den direkten Kontakt zu den Kunden, auf Gespräche und Kostproben vor Ort, baut parallel dazu die Vermarktung ihrer Produkte über das Internet auf. „Wir stellen uns künftig noch breiter auf.“

Dass die Brennerei Sellendorf GmbH jetzt schon zum 25. Mal während der Grünen Woche präsent ist, ist durchaus etwas Besonderes. Schließlich dürfte der Betrieb mit sechs Mitarbeitern einer der kleinsten Anbieter dort sein. Und dass die Chefin persönlich zu einem Schnäpschen einlädt, hat zusätzlichen Charme.

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